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Samstag, 21. Januar 2017

Asperger und die Veränderung durch die Diagnose

Viele von uns wissen, das sie nicht in das sogenannte Schema der NT passen. Doch sie wussten nicht wieso.
Mir ging es auch so. Ich wusste immer schon, dass ich anders bin. Wobei anderes, nicht gleich besser ist. Oder speziell. Einfach anders. Ich verstand vieles nicht. Was mir erst nach der Diagnose so langsam aber sicher klar wurde. Ich erkannte, dass ich mein Leben neu gestallten musste. Mich kennen lernen. Wissen, wie die Welt der NT funktioniert. Was ich an meinem Leben besser machen musste, das ich doch in der NT-Welt zurecht komme. Ohne, dass ich wieder in der Klinik lande. Denn das galt es zu vermeiden.
Das, fast 6 Jahre danach, kann ich so einfach schreiben. Aber der Weg dahin, war ein weiter. Er war hart. Ich musste vieles, was ich lieb gewonnen hatte, weglassen. Musste erkennen, dass ich nicht einfach so weitermachen kann wie ich es zuvor tat. Das war zu Beginn nicht so einfach. Denn Gewohnheiten aufgeben, das ist nicht mein Ding. Wem seines schon? Deines?
Sicher war es nicht einfach. Doch mit der Zeit und viel Unterstützung lernte ich, was ich bin. Was ich brauche und will.
Die Diagnose hatte mein Leben nicht langsam verändert, sondern von einer Sekunde auf die andere. Mit der Aussage des Arztes, dass ich Asperger habe. Punkt. Das war das Ende des alten Lebens und der Beginn des Neuen. Nicht mehr als Normaler, sondern als Behinderter. So schnell kann es gehen. Gestern noch normal heute nicht mehr. Tja, damit musste ich klar kommen.
Also was tat ich? Bücher lesen. Diese haben mir gezeigt, das wir nichts können und nur Nachteile haben. Das wollte ich so nicht hinnehmen. Also machte ich mich auf die Suche nach mehr. Ich fand aber nichts. Es gab nichts.
So traf ich auf Menschen von der Stiftung Autismuslink. Sie nahmen mich auf und zeigten mir eine andere Welt. Eine Welt die damals noch leer war. Aber in der ich mich entwickeln konnte. Heute, über 5 Jahre später, kann ich mich nicht mehr erinnern, wie ich vor der Diagnose war. Wie ich lebte. Ich habe es vergessen. Bewusst vergessen. Denn es macht keinen Sinn, dass ich versuche, mich daran zu erinnern. Es wäre nur hinderlich.
Was ich aber in all den Jahren gelernt habe ist, das auch wir Menschen sind. Menschen die genau so sind wie die NT. Die einfach das, was NT können nicht so gut oder gar nicht können. Kommunikation. Empathie. Verständnis. Lügen und nur zu seinem eigenen Vorteil leben. Nein, das ist alles nicht das was ich kann.
Ich kann dafür anderes. Macht mich das besser? Nun, zu Beginn dachte ich das. Es heisst ja immer, wir seinen speziell. Das bedeutet doch, besser. Aber ich musste erkennen, das dem überhaupt nicht so ist. Es geht nicht ohne die NT. Aber auch nicht ohne uns. Es geht nur miteinander. Was nicht einfach ist. Denn die NT wissen nicht viel über uns. Ausser Wenige. An diese halte ich mich.
Ich werde auch heute noch ab un zu gefragt, wie es ist Autist zu sein. Wie ist es NT zu sein? Keine Antwort. Also geben ich auch keine. Ehrlich gesagt, ich weiss auch keine Antwort darauf. Wie auch? Ich kann nicht vergleichen.
Was ich aber kann, ist beobachten. Daraus habe ich gelernt, dass die NT nicht hinterfragen können. Nicht Details sehen können. Sie sehen nur die Oberfläche. Alles muss schön sein. Mir ist der Inhalt die Information wichtig. Nicht wie etwas gesagt wird. Wie etwas aussieht. Das spielt für mich keine Rolle. Das ist vielleicht einer der Gründe, wieso ich mich immer wieder wundere, wieso die Welt so komisch ist. Nun für mich, aber nicht für die NT.
Auch sehe ich, dass die NT nie schuld sind. Ich schon. Wenn ich was gemacht habe, dass nicht gut ist, kann ich ohne Problem dies auch gestehen. NT nicht. Wieder so ein Unterschied.
Auf der anderen Seite habe ich auch von den NT vieles gelernt. Denn eines können sie. Erklären, wenn ich sie gezielt nach was frage. Nach einem bestimmten Verhalten. Nach einer bestimmten Reaktion. Sie können mir Antwort geben. Die Antwort deckt sich nie mit dem, was ich mir ausgedacht habe. Aber ich erkenne so, dass sie recht haben. Denn sie geben mir die Antwort die ich gesucht habe. Insofern, habe ich durch die Diagnose mehr über die Menschen gelernt als wenn ich mich als Normaler damit befasst hätte.
Doch das ist nicht alles. Das wäre zu wenig.
Die grösste Veränderung ist die Ruhe. Die Gelassenheit. Ich weiss heute, dass ich nicht immer muss. Das ich auch mal Hilfe annehmen soll wen ich sie brauche. Das ich sagen kann, wenn mir was nicht passt. Ja, auch mal NEIN sagen. Was übrigens mehrere Jahre gebraucht hatte, bis ich das konnte.
Ich versuche auch, denn Menschen so zu akzeptieren wie er ist. Auf ihn einzugehen. Was nicht immer einfach ist. Aber das kennt ihr sicher auch. Es geht mir auch nicht immer darum, dass ich Autist bin. Manchmal bin ich dessen müde. Ich will einfach Mensch sein. Als solcher wahrgenommen werden. Was leider nicht oft passiert. Denn einmal Autist, und die anderen wissen es, immer Autist. Sie sehen mich nur als solchen. Womit ich mittlerweile gut leben kann. Mir macht es nicht mehr aus.
Was ich nach der Diagnose auch wollte, ist das ich gehört werden. Das ich den Menschen meine Gedanken und Ideen mitteile. Nicht als Belehrung oder als ich weiss alles besser. Sondern einfach weil ich das Bedürfnis hatte. Etwas, was ich mich zuvor nicht getraut habe. Denn ich ging immer davon aus, dass sich niemand für das interessiert, was ich denke und sage. Ich wurde eines besseren belehrt.
Zusammengefasst, hat mir die Diagnose eines gebracht. Selbstvertrauen. Klingt komisch. Ist aber so. Trotz alldem was ich erlebt habe, habe ich heute mehr Selbstvertrauen. Ich weiss was ich kann und was nicht. Ich sage nicht einfach mehr JA damit die anderen zufrieden sind. Sondern sage auch mal nein. Sage wenn  ich was brauche. Wenn was nicht stimmt. Kurz, die Diagnose hat mein Leben zu Positiven verändert. Auch wenn es zu Beginn nicht so ausgesehen hatte. Es hatte was sehr Negatives. Aber wie so oft im Leben, ist das Negative das, was sich ab Schluss als das Positive herausstellt. Auch die Diagnose Autismus. Denn sie hilft mir, dass ich mich auch mehr auf mich fokussieren kann. Sie hilft mir, dass ich bewusster leben kann. So leben kann, dass es für mich stimmt.

Dienstag, 17. Januar 2017

Asperger und Demut

Demut. Ein Wort das religiöse Menschen brauchen. Doch was macht es in meinem Blog? Es geht mir nicht um Religion. Sondern um das Wort und was es bedeutet.
Demut heisst, gegebenes so hinnehmen wie es ist. Nicht immer unzufrieden zu sein. Immer mehr wollen.
Wieso ich diese Wort mal vorstelle. Ganz einfach. NT wissen nicht was das ist. Demut. Für sie geht es immer nur darum, was sie wollen. Zufrieden sind die Wenigsten mit dem was sie haben oder sind.
Demut ist also nicht einfach ein Wort das nur für die Religion ist, sondern es ist auch ein Geisteshaltung.
Ich denke, das viele Autisten demütig leben. Denn, sie haben sich mit der Leben, das sie haben, abgefunden. Damit meine ich nicht resigniert. Das ist nicht das selbe. Ich meine, das viele Autisten eingesehen haben, dass sie in der NT-Welt nicht weiter kommen, so wie sie sind. Das die NT-Welt ihnen keine Chance gibt. Sondern sie einfach mit einer kleinen Rente und Therapien an den Rand der Gesellschaft drängt.
Sicher, nicht alle. Es gibt auch solche, die sich für die Autisten einsetzen. Wie ich selber. Doch ich sehe mich nicht als einer, der immer mehr will. Auch ich habe mich damit abgefunden, dass das Ziel das ich mir gesetzt habe, ich nie erreichen werde. Inklusion. Das ist eine Vision. Mission. Aber erreichen, werden wir sie nicht. Die Inklusion. Wieso nicht? Nun, die NT die verstehen uns nicht. Auch wenn sie sich noch so Mühe geben, es klappt nicht. Der Aufwand ist enorm. Sicher, er lohnt sich. Aber dennoch bringt er uns oft an die Grenzen.
Dann besinne ich mich wieder auf die Demut. Das ich auch mal einfach alles so sein lassen kann, wie es ist. Das ich nicht immer versuchen muss, die NT von unserer Art zu überzeugen. Vorbild zu sein. Nein, dass muss nicht immer sein. Denn manchmal will auch ich nur einfach arbeiten und leben. Ohne Mission und Vision. Doch das geht nicht lange so. 2 Tage, dann geht es wieder los. Ich kann halt nicht anders.
Also betrachte ich das ebenfalls demütig. Es ist wie meine Aufgabe. Ich versuche sie gut ich kann, sie zu erledigen. Ohne zu murren. Was nicht immer leicht ist. Doch nach all den Jahren habe ich schon so einiges an Übung darin.
Dennoch, so denke ich, sollten besonders die NT mal über das Wort Demut nachdenken. Wie könnten sie sie in ihr geistiges Leben integrieren. Und liebe NT. Demut heisst nicht verzichten. Ich sage es jeweils so. Ich gebe nur das Geld aus was ich brauche. Sprich ich spare nicht. Ich gebe nicht aus. Das ist ein Unterschied. Kapiert? Es geht im die Gier. Neid. Es geht darum, dass man nie zufrieden ist.
Wer nicht ausgibt, den giert es irgendwann nicht mehr nach Dingen. Auch wenn ich es mir leisten kann, so tue ich es trotzdem nicht. Oder eben genau deshalb. Aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls geht es doch darum, dass die Menschen wieder lernen einfacher zu leben. Damit meine ich auch, das auch solche Menschen wie wir einen Platz in der Gesellschaft haben. Das auch wir ernst genommen werden.
Seinen wir mal ehrlich. Wäre ich kein Autist, würdest du diesen Blog lesen? Ja, gäbe es diesen Blog überhaupt? Keine Ahnung. Aber es ist doch so, dass ich versuche uns eine Stimme zu geben. Und, was mich freut ist, dass in den letzten Jahren viele andere auch dazu gekommen sind. Das sie den NT zeigen, das Leben auch anders geht. Das man nicht alles haben muss. Sondern bei sich sein soll. Mit sich. Nicht Egoismus. Den meine ich nicht. Sondern was wer im Geiste frei ist, wirklich frei ist. Das ist für mich Demut.

Freitag, 13. Januar 2017

Asperger und Egoismus

Früher ging die Wissenschaft davon aus, dass Autisten einfach eine extreme Form von Egoismus haben. Das wir als einfach Egoisten sind. Gemäss Definition ist Autismus auf Deutsch, auf sich selber bezogen. Egoismus aber ist, ich denke nur an mich. Es geht nur um mich.
Das ist nicht das Selbe. Wenn ich mir das Verhalten der Autisten anschaue, auch mein eigenes, so sehe ich grosse Unterschiede.
Einer ist, das die NT immer mehr Egoisten werden. Es geht immer nur um sie. Was sie denken, fühlen, sind. Es geht nicht mehr um die Meinung anderer. Nur sie haben immer recht. Das ist sicher auch einer der möglichen Gründe, wieso die NT-Welt so ist, wie sie ist. Kaputt. Sie ist voller Gewalt und Terror. Sie ist voller Intoleranz. Obwohl die NT immer wieder betonen, wie wichtig ihnen die Meinung anderer ist. Naja, so lange es die selbe ist, ist es kein Problem. Was aber, wenn sie eine andere ist? Dann gibt es Probleme.
Auch denke ich, dass die NT denken, dass sich alles immer nur um sie dreht. Sicher, nicht alle. Aber doch immer mehr. Sie sind das Zentrum des Universums. Wenn also mehrere NT aufeinander treffen ensteht zwangsweise ein Problem. Wer gibt nach? Wer ist zu einem Kompromiss breit? Keiner. Sie sind es nicht mehr.
Auch sind sie so von ihren Handys absorbiert, dass sie gar nicht mehr mitbekommen, dass noch andere Menschen um sie herum sind. Was sie die ganze Zeit mit diesem Unding tun, weiss ich auch nicht. Ich jedenfalls brauche es nicht so viel. Eher wenig. Ich beobachte lieber die anderen. Sehe die Welt. Nicht das Handy. Das verstehen sie nicht mehr.
Nun, in der digitalen Welt können sie sein, wer immer sie sein wollen. Sie können also mehr sein, als sie sind. Sich darstellen. Selfies. Nur, wer schaut diese an? Keiner. Hauptsache man kann sich selber feiern. Das verstehe ich nicht. Sie sicher auch nicht. Die NT. Verstehst du es?
Autisten sind also keine Egoisten. Sie sind eben Autisten. Nur, ist den NT nicht klar, dass es da einen grossen Unterschied gibt. Den, dass wir nicht anders können, auch wenn wir wollen. NT aber, die können anders, wollen aber nicht. Weil sie dann Angst haben, dass sich niemand mehr für sie interessiert. Interessieren sich NT noch für andere NT? Sicher nicht mehr so viel wie auch schon. Ausser einem anderen geht es schlechter. Dann ja. Das stärkt ja das eigene Selbstwertgefühl. Hauptsache Gefühle. Verstehe ich nicht. Nicht mein Ding.
Jedenfalls sind die Egoisten irgend wann in der Mehrzahl. Was dann? Ich meine, kann die NT-Welt so weiter gehen wie bisher? Oder muss sich was ändern? Nun, es wird sich sicher nichts ändern. Ausser, dass es immer mehr von diesen digitalen Junkies geben wird. Die nicht mehr ohne dieses Unding leben können. Sich immer mehr selber darstellen.
Das ist was, was ich nicht kann. Es geht mir selten nur um mich. Immer denke ich an die anderen zuerst. Denn es kann ja nicht sein, dass ich so wichtig bin, dass ich alle um mich nur mit mir beschäftigen. Ich will das nicht. Kann das nicht. Das mit dem Annehmen ist eh nicht mein Ding. Geben, ja. NT aber, die nehmen lieber als geben. Und wenn sie etwas geben, dann müssen es alle erfahren. Verstehe ich nicht. Verstehst du es, Leser?
Schlussendlich führt diese Diskussion zu nichts. Das ist mir schon klar. Denn der Mensch ist wie er eben ist. Die anderen sind immer falsch und haben keine Ahnung.
Ich gehe den Weg, das ich von jedem Menschen den ich treffe auch was lernen kann. Und sei es noch so wenig. Das spielt keine Rolle für mich. Hauptsache ich lerne was. Nur, denken die NT so? Nein. Die meinen, dass sie alles schon wissen.
Gut sicher, das war jetzt zum Teil hart für die NT. Mir ist auch klar, dass nicht alle so sind. Aber es soll ja zum Nachdenken anregen.
Gut wäre, wenn die Menschen wieder mehr anderen zuhören würden. Wieder mehr Toleranz leben würden. Mehr Rücksicht nehmen. Und auch andere Meinungen zulassen würden. Ich denke, dann würde wieder ein wenig mehr Frieden auf der Welt sein. Die Hoffnung dazu geben ich nicht auf. Sonst würde ja alles was ich tue sinnlos werden.

Montag, 9. Januar 2017

Asperger und Kontaktverlust

Mit Kontaktverlust meine ich nicht den Abbruch von Beziehungen. Sondern der Verlust zur Aussenwelt. Es kann immer mal wieder vorkommen, dass ich einfach keinen Kontakt mehr zu den Menschen herstellen kann. Auch wenn ich wollte. 
Es geht nicht. Was kann ich aber in so einem Fall tun? Gute Frage. Ich weiss es auch nicht. Das Einzige was ich jeweils tue, ist abwarten. Es legt sich dann wieder. Nach etwa zwei Tagen. Das Umfeld kann dann ich nicht mehr Kontakt zu mir aufnehmen. Denn alles was sie sagen nehme ich als negativ war. Obwohl ich weiss, dass dem nicht so ist. So kann ich nichts dagegen machen. 
Ich denke das ist etwas, was NT so nicht verstehen können. Sie können nur lernen, das es das gibt. Das es nicht persönlich ist. Was nicht einfach für sie ist. Denn sie nehmen so ziemlich alles persönlich. Was scheinbar in ihrer Natur liegt. 
Ich nehme fast nichts persönlich. Wieso sollte ich? Nur, wenn es wirklich gegen mich oder die Familie gerichtet wäre. Dann schon. Aber alles andere nehme ich einfach als Information wahr. Das ist aber ein anderes Thema. 
Zurück zum Kontaktverlust. Ihr kennt das sicher auch. Typisch Autist. Sicher bin ich mir da nicht. Aber ich denke, das wir das mehr als die NT haben. Wobei ich es so wie ich es kenne, bei NT noch nie erlebt habe. Die können sich irgendwie jeweils doch noch äussern. Naja, Kommunikation halt. Nicht meine Stärke. 
Das Problem ist, das ich dann vieles sage, das jemand der nicht ausgebildet ist, nicht richtig versteht. Auch das es nicht zusammenhängend ist. Das es für NT wirr ist. Für mich aber logisch. Ich denke, dass kann es unter anderem schwierig machen, mit uns zusammenzuarbeiten. Zusammen zu sein. Ich weiss nicht. Aber ich stelle es mir vor. 
Es geht auch nicht darum, das NT was falsch machen könnten. Sondern, dass ich einfach nicht mehr in der Lage bin zu kommunizieren. Nicht mehr sprechen. Nicht mehr reagieren. Das ist ein komischer Zustand. Gut habe ich den nicht allzu oft. Denn, er ist nicht angenehm. Ich weiss was ich tue und sagen, kann es aber nicht verhindern. Nicht, dass ich jemandem schaden würde. Oder beleidigen. Es ist einfach nicht mein normales Verhalten. Meine normale Sichtweise. 
Wie kann so was zustande kommen? Darüber habe ich viel nachgedacht. Und auch beobachtet. Es kann entstehen, wenn ich nicht mehr weiter weiss. Wenn ich die Zukunft nicht mehr sehe. Wenn ich keine Optionen mehr sehe. Sprich, wenn ich geistig blind bin. Was wie gesagt, sehr selten vorkommt. Wenn, dann heisst es abwarten. Passieren tut niemandem etwas. Auch mir nicht. 
Es ist halt der etwas andere Umgang von den NT der dann gefragt ist. Es braucht sehr viel Verständnis. Wissen. Erfahrung. 
Ist es vorüber habe, ich das Verhalten der NT nicht vergessen. Ich bedanke mich jeweils dafür, das sie es ausgehalten haben. Das ist das Mindeste was ich tun kann. 
Ich versuche so gut ich kann, jeweils zu sagen, wenn was nicht stimmt. Wenn mich was stört. Aber das geht nicht immer. Denn ich bin ja nicht alleine. Und, es kann nicht immer nur um mich gehen. Das weiss ich alles. Nur, in so einem Moment kann ich eben nicht anders, als alles fatalistisch zu sehen. Schwarz weiss eben. 
Die Lösung ist Verständnis und Toleranz. Was ja nicht nur in so einem Fall und für Autisten gelten sollte, sondern für alle Menschen. Egal was sie sind. Wer sie sind. Respekt gehört auch noch dazu. Fehlt das alles, dann wird es nicht mehr aushaltbar. Was ich so zum Glück noch nie erlebt habe. 
Der Kontakt kann nur ich wieder herstellen. Das ist auch so ein Unding. NT können es nicht. Wieso weiss ich auch nicht. Sobald ich es wieder kann, mache ich es. Erkläre es auch. Denn Transparenz und Ehrlichkeit bringen einem eben doch weiter, als Ausreden. 

Donnerstag, 5. Januar 2017

Asperger und die NT-Verwirrung

Gestern habe ich gelesen, dass in der Schweiz 2016 über 30% mehr Schusswaffen verkauft wurden als 2015. Der Grund sei Verwirrung und Angst. Unsicherheit. Ist das eine Lösung?
Nun, mir geht es nicht um die Diskussion Gewalt. Das hat hier keinen Platz. Aber das Beispiel zeigt, wie die NT reagieren, wenn sie Angst haben. Wenn sie nicht mehr sicher sind. Wenn sie Verwirrt sind.
Ich verstehe das nicht. Wieso müssen die immer alles zerstören wollen? Sie machen das mit allem. Sie hören einfach nie zu. Sie sprechen nicht mehr miteinander. Und wenn, wollen sie immer recht haben. Muss das sein? Scheinbar ja. Ich selber bin da aber anderer Meinung. Es geht nicht immer um mich. Was ich denke und will. Nicht gerade typisch Autist. Aber ich habe in meinem Leben so manche Lektion lernen müssen. Harte und solche die mich fast wahnsinnig gemacht haben.
Aus all denen haben ich aber eines gelernt. Denke nach. Höre zu. Frage nach. Drei Dinge die einfach sind. Und doch sehr sehr schwierig. Besonders für uns Autisten. Aber ich denke, auch die NT haben immer mehr und mehr Mühe damit. Sie sind auch immer mehr in ihrem eigenen Ego gefangen. Verstehen die Welt nicht mehr. Sind eben verwirrt.
Ein Wort das ich in letzer Zeit immer mehr in den News lese. Komisch, früher war dem nie so. Verwirrt waren nur diejenigen welche eine Straftat begangen haben. Jetzt sind es die normalen Menschen. Menschen die harmlos scheinen. Doch sie kaufen Waffen. Sie wollen sich schützen. Wissen aber nicht, dass alles eine gute Ausbildung braucht. Auch das. Aber darauf kommen sie dann schon noch. So, genug davon. Ich will keine Werbung für Waffen oder Gewalt machen.
Doch leider ist es so, dass die NT-Welt immer verwirrter und wahnsinniger wieder. Die Meschen beginnen das was sie mal als krank bezeichnet haben, als normal zu betrachten. Einfach weil sie auch so werden. Wahnsinn wird normal. Gut werden die nicht auch noch Autisten.
Obwohl ich mich bei deren verhalten, die NT, frage, ob sie langsam aber sicher nicht auch so werden. Sie nehmen die anderen auch immer weniger wahr. Denken nur an sich. Interessieren sich auch nur noch für sich. Scheinbar ist das normal. Für ich aber eben nicht. Mir macht diese Entwicklung Sorgen. Denn ich will nicht in einer Welt leben, in der alle wahnsinnig werden. In der man sich nicht mehr sicher sein kann. Das ist fatalistisch? Denk mal darüber nach.
Jedenfalls bin ich nicht verwirrt. Sondern ich versuche alles mir klarem Blick zu begegnen. Klar, ich muss so alles hinterfragen, was nicht beliebt ist. Aber das ist mir egal. Ich will verstehen. Will nicht so werden wie DIE. NT.
Das ist auch einer der Gründe, wieso ich nicht mehr so viel weggehe. Nur noch wenn es sein muss. Nicht weil ich Angst habe oder weil ich verwirrt bin. Sondern einfach, weil sie, die NT, mich immer mehr stressen. Mit ihrem Lärm. Mit ihrer Menge. Mit ihrer Hektik. Mit ihrem Ego.
Ist das so ein einsames Leben? Nein. Denn ich will es so. Für mich passt das. Es ist auch eine Art Selbstschutz. Denn ich will mich nicht immer aufregen müssen. Mich nerven. Das habe ich hinter mir. Klingt so überheblich. Ich weiss. Dass sollte es aber nicht.
Es ist einfach meine Art und Weise wie ich mit all dem umzugehen versuche.
Trotz dem allem, höre ich den NT sehr genau zu. Ich lerne nach wie vor von ihnen. Den ich denke, das ist der Weg, das wir uns immer besser verstehen. Die Hoffnung habe ich nicht aufgegeben. Schlussendlich sollte es keine Rolle mehr spielen, ob jemand Autist ist oder nicht. Inklusion. Doch wir sind leider immer noch sehr weit davon entfernt. Aber durch die vielen Menschen, Autisten wie NT, die sich jeden Tag bemühen, wird das sicher eines Tages. So wäre wenigsten ein wenig Verwirrung weniger in der Welt.

Sonntag, 1. Januar 2017

Asperger und das Neujahr

Verstehen tue ich die NT nicht, die so eine Sache um das neue Jahr machen. Wieso sie 1 Sekunde feiern. Naja, das ist ja der Unterschied vom alten zum neuen Jahr.
Aber es scheint, als ob mehr dahinter steckt. Das die NT eben doch ein Jahr im Kopf haben. Das sie Hoffnung haben, dass alles besser wird.
Es gibt ja am Ende des Jahres den Rückblick und auch den Ausblick. Wie wenn sie die Vergangenheit ändern könnten und die Zukunft vorhersehen könnten. Aber darum geht es scheinbar nicht. Worum dann? Ehrlich gesagt, ich weiss es nicht. Für mich ist einfach Tag. Mehr nicht. Ich mache mir keine Gedanken was das sogenannte neue Jahr bringen wird. Ich nehme den Tag so wie er ist.
Doch NT nicht. Die denken scheinbar anders. Für sie ist es wichtig diese eine Sekunde zu feieren. Für sie ist es wichtig mit anderen NT zusammen zu sein. Sich zu betrinken. NT zu sein. Auch das verstehe ich nicht. Muss ich auch nicht verstehen.
Für mich ist heute einfach Sonntag der 1. Januar. Mehr nicht. Ich mache mir nichts daraus.
Die Zukunft ist eh so eine Sache. NT wollen das ihnen schöne Worte gesagt werden. Das sie keine Angst haben müssen. Sicherheit. Sie wollen nicht in Verwirrung leben. Naja, dann sollten sie mal mit denken anfangen. Nicht immer nur das, was man tun muss. Was andere wollen.
Sie meinen, das wer das Neujahr nicht feiert, einsam ist. Nicht normal oder sonst was. Dem ist aber nicht so. Es gibt Menschen wie mich, denen das alles einfach nichts sagt. Die nichts damit anfangen können. Die einfach leben. Einfach deshalb, weil das das einzige ist, was ich kann. Leben.
Was will ich mehr?
Das aber verstehen viele NT sicher nicht. Wen ich mir anschaue, was sie alles unternehmen um anderen zu gefallen, frage ich mich, wohin das noch führen wird. Aber, diese Frage ist alt. Sehr alt. Es ging immer weiter. Doch wie lange noch so? Wie lange kann die Welt die Arroganz und Zerstörung der NT noch ertragen? Wann ist genug? Auch das, weiss ich nicht.
Ich versuche einfach, so einfach wie es möglich ist zu leben. Jeden so zu akzeptieren, wie er ist. Ohne zu werten. Was ja nicht so einfach ist.
Wir Autisten sind auch dieses Jahr einfach die Behinderten. Ich denke nicht, das sie viel ändern wird. Aber es ist wieder ein Jahr indem wir versuchen können, den NT unsere Art zu denken und zu leben zu lernen. Ihnen zu zeigen das es auch anders geht. Das nicht immer alles nur gegen Aussen gerichtet sein muss, sondern dass man auch mit sich selber was anfangen kann.
Bin ich Pessimist oder Optimist? Realist. Das kommt mit dem Alter denke ich. Realist deshalb, weil ich aufgehört habe, dass man mit Idealismus was erreichen kann. NT begreifen so was nicht einfach. Es braucht sehr viel. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich mal was für uns Autisten ändern wird. Dass auch wir einfach als Menschen und nicht einfach als die Behinderten, Autisten, betrachtet werden. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Jedenfalls wünsche ich euch allen ein gutes neues Jahr. Auch bedanke ich mich an dieser Stelle für die Treue im letzen Jahr. Das hat mich das ganze Jahr über immer wieder motiviert zu schreiben. Ich hoffe, dass ich euch auch dieses Jahr wieder mit dem einen oder anderen Artikel neue Ideen und Sichtweisen geben kann.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Asperger und Selbsthilfe

Heute war ich wieder einmal in einem Buchladen. Was ich da sah, war erstaunlich. Sehr viele Bücher, die den NT den Weg zu einem besseren Leben zeigen wollen. Die Sache war immer die Selbe. Es ging immer um das ICH. Also hilf dir selbst. Diese Bücher sind in einer einfachen Sprache mit Bilder geschrieben. Keine komplexen Sachen. Einfach eben.
Aber ein Thema war doch mehr vorhanden, als ich dachte. Angst. Es ging in diesen Bücher darum, wie man sicher selber helfen kann. Wie die Angst überwinden. Wie ohne sie zu leben.
Ich war erstaunt. Denn ich dachte, die NT seinen alle so gut. Sie können alles. So jedenfalls heisst es in den Bücher über Autismus. Da werden wir ja als diejenigen beschrieben, die sich nicht selber helfen können. Die Hilfe von anderen brauchen. Das mag sicher auch zutreffen. Aber ich habe heute mal wieder gesehen, das auch die NT mit der Welt nicht zurecht kommen. Das sie einfach Texte brauchen, die ihnen zeigen sollen, wie sie das Leben meistern können.
Also sind auch sie nicht perfekt. Die NT. Wieso also sollten wir ihnen von denen etwas sagen lassen? Ich meine, die wissen auch nicht besser als wir. Nur, dass sie sich in der NT-Welt besser auskennen als wir. Was aber logisch ist.
Aber es scheint mir auch, dass sie immer mehr Tipps brauchen um in ihr zurecht zu kommen. Die Frage ist nur, wer schreibt so was? Und, wer kauft solche Bücher? Die, die sie schreiben, scheinen über alles erhaben zu sein. Die Lösung gefunden zu haben. Aber die die sie kaufen, scheinen dumm zu sein. Also solche die keine Ahnung haben. Ich denke, es ist weder noch. Es sind einfach Texte von Menschen die was versuchen. zu helfen. Die die sie lesen, suchen die Bestätigung, dass es OK ist, so wie sie sind. Das sich alles nur um sie zu drehen hat. Was Blödsinn ist. Es geht nicht immer nur um einem selber. Sondern um die Menschen mit denen man zusammen ist. Die man liebt. Da kann man sich ruhig auch mal zurücknehmen. Was aber in der heutigen Zeit scheinbar nicht mehr so gemacht wird. Da geht es nur immer um das ICH. DIE Weltmacht Nummer 1.
Thema Selbsthilfe. Wieso habe ich das Oben geschrieben? Ich meine, es ist nicht gerade ein Selbsthilfetext. Aber ich denke, er zeigt, dass sich auch die NT nicht zurecht finden. Das sie auch Hilfe brauchen. Wie viele von uns auch. Eines aber habe ich auch lernen müssen. Ich muss mir auch selber helfen können. Ohne Bücher und andere. Sondern einfach indem ich herausfinde, was ich brauche und was nicht. Was nicht so einfach ist.
Auch denke ich, dass es in der heutigen Zeit zu viele solche Bücher gibt. Das es zu viele Videos gibt. Dabei wäre alles doch einfach. Einfach mal auf sich hören. Sich Zeit für sich zu nehmen. Nicht immer zu müssen. Aber vor Stille und Einsamkeit haben viele NT Angst. DA ist sie wieder. Die Angst. Sie haben vor allem Angst. Auch vor sich. Wie die das aushalten, weiss ich nicht.
Wieso also sollten die sich helfen können, wenn sie Angst vor sich haben. Immer Angst haben? Ich weiss es auch nicht. Aber für mich als Autisten ist es einfach alleine zu sein. Auf mich zu hören. Nicht auf die anderen. Auch mal eines tun, was die NT vermeiden. Denken. Nicht, dass sie nicht denken, aber sicher nicht so wie wir. Deshalb heisst es ja, wir seinen anderes. Auch weil wir nicht so denken wie sie. Aber das ist ein anderes Thema.
Für mich ist Selbsthilfe auch Hilfe von andere annehmen. Fragen um Hilfe. Nicht einfach immer denken, ICH kann das schon. Oder wird schon irgendwie gehen. Damit kann ich nichts anfangen. Zu ungenau.
Jedenfalls ist die Selbsthilfe IN. Das heisst, die NT sehen in ihr einen Grund, noch mehr Ego zu sein. Noch mehr nur an sich zu denken. Was langsam aber sicher erschreckend wird, wenn ich mir die Welt so ansehe. Jedenfalls habe ich also diese Bücher gesehen und auch kurz in ihnen gelesen. Naja, für mich war nichts dabei. Aber ich denke, dass sie vielleicht jemanden helfen können. Und sei es nur, indem er erkennt, das es nicht immer nur um einem selber geht, sondern das auch noch andere Menschen um uns herum sind. Das wir nicht einfach nur immer an uns denken können. Sondern auch mal fragen sollten, was andere brauchen. So brauchen wir keine Selbsthilfe mehr. Auch keine Hilfe. So lernen wir und profitieren von einander. Ohne dass sich irgend jemand komisch vorkommen muss. Aber ich denke, bis dahin werden fleissig komisch Bücher verkauft. Bis dahin, wird es noch ein weiter Weg sein. Wenn das Ziel überhaupt jemals erreicht wird.
Wie auch immer. Das war jetzt nicht so wirklich ein Selbsthilfetext. Ich weiss. Aber ich hoffe, dass er dich anregt auch mal darüber nachzudenken, was für dich HILFE bedeutet. Nicht nur Selbsthilfe.

Samstag, 24. Dezember 2016

Asperger und Festtage

Heute ist mal wieder der 24. Dezember. Die NT sind im Stress. Festtage. Weihnachtsessen. Elternbesuche. Geschenke. Also ich weiss nicht wieso die NT immer so aufgeregt sind, wenn Festtage anstehen.
Ich denke, dann können sie so sein wie sie eben sind. Essen was das Zeug hält. Geschenke auspacken. Sich selber was schenken. Es geht um einem selber. Dabei sollten Festtage doch an etwas erinnern. Es geht doch bei Weihnachten auch um das sich besinnen. Be-Sinnlichkeit? Wissen die NT überhaupt noch was das ist? Ich denke nicht.
Festtage sind für mich keinen Stress. Wir feiern keine Weihnachten. Wieso auch? Geschenke machen? Sicher. Auch als Dankeschön für das vergangen Jahr. Aber sicher nicht so, wie die NT es tun. In ihrer Kitschwelt. Einer Welt die nur Illusion ist. Am 26.12. Ist dann alles wieder vergessen. Am 27. beginnen sie mit dem Umtauschen.
Dabei sollten doch Geschenke nicht umgetauscht werden. Es geht auch um Respekt. Aber den scheint es nicht mehr zu geben. Dankbarkeit? Fehlanzeige.
Ist das typisch Autist, nicht Weihnachten oder sonst einen Festtag zu feiern? Ich denke nicht. Es ist typisch ich. Mir sagt das alles nichts. Also lasse ich es. Wieso sollte ich mir damit Stress bereiten? Wieso sollte ich mich dem Ganzen so hingeben, wie es die NT tun.
Die sind ja schon so was von aufgeregt. Das stellte ich in den letzten Tagen in den Einkaufsläden und der Strasse fest. Ein riesiges Durcheinander. Alle müssen noch schnell. Es wird eingekauft, als ob es kein Morgen mehr geben würde.
Alles nur, um anderen zu gefallen. Dabei spielt das doch keine Rolle. Für mich jedenfalls nicht. Mir sagt das halt nicht. Bin ich deswegen komisch? Nun, in den Augen vieler NT sicher. Nach meiner Sichtweise, nein. Für mich ist das ganz normal.
Es geht ja nicht darum was andere immer zu wollen, sondern wie man sein eigenes Leben gestaltet. Was man daraus macht. Nicht was andere meinen, man müsse es sein oder haben. Das verstehen aber viele NT nicht. Sie machen bei etwas mit, das sie nicht wollen. Nur, damit sie nicht ausgeschlossen werden. Sonst fühlen sie sich einsam. Gehen geistig ein.
Das wiederum kann mir nicht passieren. Ich habe nicht den Bezug zu der Welt, wie ihn die NT haben. Ich nehme die Welt wirklich anders als sie wahr. Was ich lange Zeit nicht glauben wollte. Bis ich mich intensiver mit ihnen, den NT, beschäftigt habe.
Heute sind mir die Unterschiede zwar klar, aber sie interessieren mich nicht mehr. Denn, wieso sollte ich mir Gedanken machen, was mich von ihnen unterscheidet? Ist das überhaupt wichtig? Für mich nicht mehr. Es war mal zu Beginn wichtig. Jetzt nicht mehr. Was auch gut so ist.
Für mich ist heute einfach ein normaler Samstag und morgen Sonntag. Mehr nicht. Ich messe dem allem eben nicht die Bedeutung zu, die viele der Sache beimessen. Auch wenn viele sicher nicht mehr religiös sind, so feieren sie Weihnachten, als ob sie es wären. Hauptsache Geschenke und frei oder Ferien. So kann man sich den Stress auch machen.
Jedenfalls wünsche ich denen die Weihnachten feiern ein frohes Fest und ich hoffe, das du auch auch danach noch meinen Blog liest.
Für mich ist das jeden Tag eine Geschenk, wenn ich sehe wie viele von euch meinen Blog lesen. Woher ihr alle stammt. Aus der ganzen Welt. Etwas, was ich mir vor 5 Jahren nicht zu denken gewagt hat. Daran habe ich bis heute meine Freude. Dafür brauche ich keine Festtage. Für mich ist so jeder Tag was Spezielles. In diesem Sinne bedanke ich mich bei dir lieber Leser und Leserin für die Treue und das Interesse.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Asperger und das NT-Leiden

Schaue ich mir die Nachrichten an, so sehe ich nur Leiden. Die NT haben sich eine Welt erschaffen, die nur noch aus Leiden zu bestehen scheint. Aber ich denke, dem ist nicht so. Die Medien vermitteln dieses Bild. Denn, schlechte Nachrichten verkaufen sich besser. Wieso die NT sich dies anschauen, weiss ich nicht. Es scheint so, als ob sie den Hang zum Leiden haben. Als ob sie dies wollen. Wenn sie nicht leiden, suchen sie sich etwas, damit sie leiden können.
NT sagen, wir leiden am Autismus. Naja, ich sage immer, wir leiden nicht am Autismus, sondern ab den NT und ihrer komischen Welt. Wir müssen in einer Welt leben, die nicht für uns gemacht ist. So entsteht das Leiden von uns.
Aber Autismus als solches? Nein. Ich denke nicht, dass ich darunter leide. Jedenfalls ist dem bis heute nicht so. Ich lebe einfach. Klar ist nicht immer alles toll. Klar gibt es Probleme. Aber die lassen sich lösen. Meistens durch mich selber, oder aber in dem ich um Hilfe bitte. Aber ich tue mir das Leiden der NT nicht an.
Auch wenn ich in der selben Welt zu leben scheine, so lebe ich doch in einer ganz anderen Welt. Einer Welt, die niemand sehen kann. Die eine eigene Sprache hat. Eigene alles. Nichts ist wie hier. Also muss ich immer zu übersetzen. Was manchmal sehr anstrengend ist. Das verstehen die NT nicht. Sie meinen, dass ihre Art zu leben, die einzig richtige sei. Aber sie irren. Es gibt noch andere Arten zu leben.
Auch nicht teil haben am Welt-Leiden. Wieso sollte ich? Ich meine bin ich wegen dem ein Egoist. Einer der die Augen vor der sogenannten Realität verschliesst. Nein. Ich sehe sie klar. Die sogenannte Realität der NT. Aber ich frage mich manchmal, was sie von uns lernen könnten. Was sie anders machen müssten, damit das Leiden und die Angst aufhört. Sie aber machen immer weiter. Sie sehen nicht, das sie ein Teil der Lösung vor ihren Augen haben. Unter sich haben. Wir, die Autisten.
Aber ich schreibe bewusst, ein Teil der Lösung. Wir sind nicht die ganze Lösung. Der andere Teil, ist das sich bewusst werden, dass man nicht alleine ist. Das man anderen keinen Schaden zufügen soll. Das man Leiden vermeiden soll. Sich gegenüber, aber auch anderen. Das scheint vielen nicht klar zu sein. Sie wissen nicht einmal darum. Frage ich sie, die NT, dann ist es scheinbar klar. Aber wieso sie es nicht tun, ist mir schleierhaft. Muss ich scheinbar nicht verstehen.
Vieles vom Leiden der NT wird durch sie selber verursacht. Sie selber sind der Grund. Aber das wollen sie scheinbar nicht wahrhaben. Sie wollen nicht damit aufhören.
Wieso versuchen sie es nicht mal, mit weniger? Weniger gebrauchen. Weniger Stress. Weniger Online sein. Weniger nur an sich denken. Wieso? Ich meine, ist das so schwierig? Es braucht ein Umdenken. Ja. Aber es wird mit der Zeit einfach. Ich sage nicht, dass alle Altruisten werden müssen. Also Menschen die nur für andere da sind, aber nicht an sich denken.
Jedenfalls, ist es so nicht einfach. Denn wir Autisten sind eine Minderheit. Eine Minderheit, die noch immer nicht ernst genommen wird. Die nicht Teil derer ist, die die Mehrheit sind. Einige versuchen dies zu ändern. Dafür bin ich sehr dankbar. Aber was ist mit dem grossen Rest? Die kümmern sich nur um sich. Die denken nicht an andere. Empathie? Naja, bin nach wie vor nicht davon überzeugt. Aber das ist ein anderes Thema.
Das NT-Leiden ist also etwas das ich nicht verstehen kann. Denn sie zerstören ihre eigene Lebensgrundlage. Vernichten sich selber. Und jammern dabei. Versteh ich nicht.
Dass alles war jetzt so was wie ein Versuch, denn NT zu helfen. Es geht nicht darum, dass ich die Lösung habe. Aber ich denke, wir sollten voneinander lernen. Auch ich lerne nach wie vor sehr viel von den NT. Aber sie sollten auch uns zuhören. Und nicht immer denken, wir sehen nicht was auf der Welt los ist. Ich kenne viele Autisten die machen sich sehr grosse Sorgen um die Welt. Die leiden auch darunter. Weil sie nicht verstehen. Wie ich auch. Nur, ich habe mit dem Leiden aufgehört. Den es bringt nichts. Wieso sollte ich mir Sorgen um etwas machen, das ich im Ganzen nicht ändern kann? Eben.
Ich versuche mit den Menschen mit denen ich zu tun habe, so gut es geht auszukommen. Versuche so gut ich kann, freundlich und höflich zu sein. Was mit nicht immer gelingt. Aber wem schon?
Auch soll dieser Text einfach mal zum Nachdenken anregen. Mehr nicht. Mal darüber nachdenken, was man selber tun kann, damit sein eigenes Leiden weniger wird. Damit andere weniger leiden.
Eine Möglichkeit wäre doch die Toleranz anderen Menschen gegenüber. Menschen die nicht so sind wie die Mehrheit. Auch zuhören und nicht einfach immer auf seiner eignen Meinung beharren. Nicht immer nur meinen, dass man selber alles weiss. Sondern lernen.
Aber eben, es ist noch ein langer Weg dahin. Ich sehe, dass eher das Gegenteil passiert. Die Menschen werden immer einsamer. Werden immer mehr zu Wesen die nur noch Online sind. Die die Augen nicht mehr aufmachen um die Welt und ihre Schönheit zu sehen. Zu schätzen was sie haben. Nicht immer das haben, was andere wollen und sind. Sondern einfach zufrieden sind, mit dem was sie sind und haben. Ein Versuch sollte dies Wert sein.

Freitag, 16. Dezember 2016

Asperger und kein Stress

Für viele NT beginnt ja wieder eine der stressigsten Zeiten im Jahr. Weihnachten. Sie stressen am Arbeitsplatz. Sie stressen auf der Strasse. In den Einkaufszentren. Immer nur Stress. Auch sonst sind sie immer gleich gestresst. Alles belastet sie. Was sie aber wollen, wissen sie sicher selber nicht.
Ich jedenfalls habe keinen Stress. Weder mit Weihnachten noch sonst. Den habe ich abgeschafft. Den Stress.
Früher war ich auch mal so. Immer stressen. Wozu? Was hatte es mir gebracht? Nichts. Absolut nichts. Heute lebe ich stressfrei. Sicher, manchmal kommt auch bei mir Hektik auf. Aber wirklichen Stress wie früher? Nein. Nicht mehr.
Ist Stress etwas das nur die NT kennen, oder kennen wir das auch? Nun, ich denke ja. Autisten sind sehr schnell gestresst. Einen kleine Änderung. Etwas was anders ist. Nichts Schlimmes, aber es kann bei Autisten sehr viel schneller Stress auslösen, als bei NT. Ich denke, bei den NT ist die Sache einfach ein wenig anders. Sie sind nicht wegen jeder Kleinigkeit gestresst. Sondern wegen sich selber. Wegen dem, was sie meinen, dass sie zu erfüllen haben. Wegen der Ansprüchen von anderen. Denken sie.
Ich habe schon viele Autisten erlebt, die gestresst waren, weil sei einfach nicht mehr weiter wussten. Weil sie mit der Situation überfordert waren. Dem kann entgegengewirkt werden. Einfach indem man die Sache mal von Aussen betrachtet. Sprich, einfach mal eine Pause macht. Weg geht. Raus geht. Keine Menschen. Nichts. Dann klaren die Gedanken wieder auf. Der Stress verschwindet. Und eine Sache habe ich mir antrainiert. Sprechen. Darüber sprechen, was nicht in Ordnung ist. Das ist übrigens für NT ungewohnt. Sie gehen nicht zu wenn sie gestresst sind. Auch wenn sie so was wie Empathie haben. Jedenfalls meinen sie das. Sie sprechen nicht über sich und ihre Probleme. Sie wollen nicht, dass andere schlecht von ihnen denken. Ehrlich gesagt, mir ist das egal, was andere über mich denken. Was für mich auch eine Möglichkeit ist, keinen Stress zu bekommen. Einfach nicht denken, was andere denken könnten.
Auch nicht überall mitmachen. Dabei sein wollen. Also nicht die ganze Sache mit Weihnachten mitmachen. Sich von der Glitzerscheinwelt blenden zu lassen. Zu denken, dass Geschenke immer nur gross und grösser sein müssen. Das man nur so geliebt wird. Anerkennung bekommt. Arme NT.
Klar, auch ich habe mit Veränderungen zu kämpfen. Auch ich bin nicht immer die Ruhe selbst. Aber ich denke, ich bin ruhiger als auch schon. Nicht mehr so von der Welt mitgerissen. Ihrem Stress. Ich schaue auch kaum noch Nachrichten. Wieso? Ganz einfach. Da wird immer nur von Krieg und Terror gesprochen. Und Firmen die Stellen abbauen. Nachrichten sind mir oft zu negativ.
NT lassen sich von so was stressen. Ich nicht. Ich schaue sie einfach nicht mehr so oft. Und wenn, dann mache ich mir keine Gedanken mehr. Wieso sollte ich? Mein Leben ist auch so nicht so einfach. Also muss ich mir nicht auch noch künstlich Stress verursachen. Muss mich nicht auch noch ab der NT-Welt stressen.
Mich wundert es eh, wieso die Menschen das alles mitmachen. Wieso sie nicht einfach aufhören. Einfach wieder Mensch sein und nicht jemanden der die Welt zerstört. Der nicht einsieht, wann es genug ist. So sehe ich die NT oft. Sie wissen einfach nicht wann genug ist. Doch eigentlich schon. Wenn alles zerstört ist. Wenn nichts mehr geht. Dann sind sie zufrieden und jammern. Verstehe ich nicht so was.
Mich würde so was auch stressen. Tut es aber eben nicht mehr. Einfach weil ich nicht in der NT-Welt lebe, sondern in meiner eigenen kleinen GedankenWelt.