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Donnerstag, 8. Dezember 2016

Asperger und die Nicht-Realität

Das Thema Realität habe ich in den letzten 5 Jahren immer mal wieder thematisiert. Aber die Frage ist, was ist die Nicht-Realität? Ist sie etwas oder nicht? Nur was für Philosophen? Ich denke nicht. Die Ur-Frage ist doch, was ist die Realität? Nur wenn man diese Frage beantworten kann, kann man auch sagen was die Nicht-Realität ist. Also kann ich hier den Text beenden.
Aber nein. Ich versuche es mal. Nicht-Realität ist die nicht Existenz dessen was die NT als normal bezeichnen. Das was sie meinen, sei wahr. Was sie sehen, fühlen, wahrnehmen. Sie meinen, dass sie absolut sei. Das es keine Abweichungen geben kann. Nur, sie irren. Auch das hatten wir schon.
Aber es ist doch so. Ich meine, wie definiere ich meine Realität und Nicht-Realität? Stell dir diese Frage mal. Überlege mal, was das bedeutet und welche Erkenntnis du damit gewinnst. Vielleicht auch keine. Und wenn auch, das macht nichts.
Ich selbe versuche immer mal wieder zu erkennen, was sie für mich bedeutet. Die Realität. Wenn ich die letzten 20 Jahre meines Lebens betrachte, so sehe ich, das sie sich immer wieder geändert hat. All das was ich als real wichtig echt angesehen habe, ist heute nicht mehr. Nur noch wenige Erinnerungen. Mehr nicht. Also ist es nicht mehr real. Genauso wie das JETZT. Es ist real, aber morgen ist es Vergangen. Ich kann mich dann nur noch an Weniges erinnern. Also ist doch das JETZT auch nicht real. Es scheint nur so. Es ist die Nicht-Realität.
Naja, das war ein versuch. Wer sich jetzt wundert, wieso ich so schreibe, wundert sich zurecht. Denn ich versuche mal was anderes. Was zum Denken mit zu geben. Es geht nicht darum, die Rätsel der Menschheit zu lösen. Aber den NT zu zeigen, das es noch anderes gibt, als ihre Welt. Sichtweise.
Ich lebe in einer Welt, die nicht sichtbar ist. Die nicht wahrnehmbar ist. Nur für mich. Auch wenn ich mich durch die normale Welt bewege, so ist sie für mich eines sicher nicht. Normal. Denn, sie ändert sich ständig. Ist als nicht statisch. Nicht von Dauer. Wie soll man da sich noch zurechtfinden?
NT haben ihre Mühen, wie also soll ein Autist in so einer Welt leben können? Etwas das Nicht-Realität ist, indem es Realität ist. Wieder so ein komischer Satz.
Es ist nicht so, das ich Drogen oder so genommen habe. Ich zeige einfach, was ich denke, und was mich gerade beschäftigt. Ich denke, das ist in letzter Zeit ein wenig zu kurz gekommen. Hier.
Mein Blog heisst ja nicht einfach grundlos, GedankenWelt eines Autisten. Eben, das was dieser Autist denkt, schreibt er auch. Sie Oben.
Nun, zurück zum Thema. Nicht-Realität. Das klingt auch so nach Esoterik. Nach Räucherstäbchen. Ist es aber nicht. Es ist eine Überlegung von mir, wenn ich mal am Auto fahren bin. Wenn ich einfach nichts zu tun habe. Dann denke ich an solchen Dingen herum.
NT fragen mich ab un zu was ich denke. Wie es ist, so in der eigenen Welt zu sein. Die Frage könnten sie sich auch selber stellen. Ich aber werde gefragt, und sollte auch noch eine Antwort liefern. Oben, ist mal so eine Antwort. Naja, klar sie ist nur bescheiden. Aber sie sollte auch zeigen, das mich nicht einfach, Weihnachte oder Ferien beschäftigen. Tun sie nicht. Mich beschäftigen die Fragen nach dem SEIN. Dem was ist der Unterschied von uns zu den NT. Was macht uns aus. Wer bestimmt, was ein Autist ist? Wieso genau diese Kriterien? All das trägt auch zu unserer Realität bei. Den wir beginnen auch so zu denken. Nehmen das was die NT über uns sagen als gegeben hin. Muss nicht sein.
Wir können sehr gut selber sagen wer und wie wir sind. Die NT müssten einfach zuhören. Uns auch mal machen lassen.
Wie dem auch sei. Nicht-Realität kann es nicht geben. NT. Aber es gibt sie doch. Autist. Sehr provokativ. Das würde bedeuten, wir denken und die NT nicht. Dem ist nicht so. Aber ich sehe immer wieder, wo meine Grenzen in der NT-Welt sind, und wo in meiner. Also ist es einfacher, meine Welt als die Realität zu definieren und die Welt der NT, als die Nicht-Realität.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Asperger und die Bescheidenheit

Dezember. Der Monat der Hemmungslosigkeiten. Was das Shoppen und Essen anbelangt. Die NT kennen einfach keine Grenzen mehr. Sie leben so, wie sie wollen, ob sie es sich leisten können oder nicht. Sie wollen dazu gehören.
Seit der Diagnose vor fast 6 Jahren habe ich eines gelernt. Bescheiden leben. Denn es ist nicht wichtig, was ich habe, sondern wie ich bin. Was ich tue und nicht was ich kaufen kann. Für wenn soll ich was sein? Für mich, sicher nicht für andere. Wieso auch?
Nur, die NT, die haben das nicht kapiert. Vielleicht deshalb nicht, weil sie nicht wissen, wie es ist, nicht mehr zu ihnen zu gehören, sondern zu den Behinderten. Nicht mehr Teil eines Systems zu sein. Sondern als speziell betrachtet zu werden. Naja, ich kann damit leben. Muss ich ja.
Aber, ich will auch nicht mehr einfach nur shoppen und mich darstellen. Sondern mich selber sein.
Klar, das geht nicht immer. Sicher habe ich auch meine Rollen. Aber die sind nicht mehr so stark wie früher. Heute bin ich, wie ich bin. Aber nicht so wie die meisten NT. Einfach ein Egoist. Einer der nur an sich denkt. Das liegt mir nicht. Lag mir nie.
Bescheidenheit ist etwas das die NT vom hören sagen kenne. Sie sagen, sie wollen auch bescheiden sein. Aber sie beweisen immer wieder, dass sie es nicht sind. Die Verkaufszahlen nach Weihnachten sprechen jeweils für sich. Da frage ich mich oft, ob sie sich nicht einfach etwas vorspielen? Ob sie nicht einfach geben Aussen vorgeben, bescheiden zu sein. Ich denke, ja. Sie wollen ja nicht diejenigen sein, die sich nicht leisten können. Die nichts kaufen können.
Das geht leider nicht nur an Weihnachten so, sondern immer. Ich verstehe das nicht. Wo liegt der Reiz von dem allem? Rabatte suggerieren, dass man spart. Ich sage, wer nichts ausgibt, spart. Ein anderer Ansatz. Nun ich habe gelernt, das es eben mehr gibt, als nur Geld ausgeben. Das es mehr gibt, als Besitz zu haben.
Es ist nicht so, das ich arm bin. Das ich nichts habe. Sicher. Aber ich will auch nicht mehr. Was die meisten NT nicht verstehen. Denn, sie wollen immer mehr. Ich sage ihnen, dass ich bescheiden lebe. Sie verstehen nicht, wie man das kann. Wozu arbeite ich? Wozu stehe ich jeden Tag auf'? Nun, um mein Leben in einem teuren Staat zu finanzieren. Damit ich meine Wohnung haben kann. Mein Auto. Steuern. Essen. Das eben. Grunddinge. Aber ich will nicht mehr mehr.
Bescheiden sein, ist freier leben. Nicht mehr dem Zwang unterstellt sein, zu müssen. Anderen zu genügen. Das war nicht einfach. Aber in all den Jahren habe ich auch eingesehen, dass es für meine Gesundheit besser ist. Nicht nur für den Körper, sondern besonders für meinen Geist. Das ich ruhiger bin. Das ich mehr vom Leben habe. Nicht nur Geld. Das ist nicht alles. Sondern inneren Frieden. Denn, diesen kann man nicht kaufen.
Was die NT nicht verstehen. Sie leben lieber in Saus und Braus, wie man sagt. Sie geben aus, was sie nicht haben. Nur um Menschen zu gefallen, die sie nicht mögen. Verstehe ich nicht.
Da bin ich froh, bin ich Autist. Einer der in seiner sogenannten Welt lebt. Nach Worten der NT. Einer der nicht begreift, was das Leben ist. Nach den NT. Nur, verstehen die NT, was Leben ist? Was es heisst, das man Mensch ist? Ich weiss es nicht. Eines aber weiss ich. Das die NT eines nicht sind. Bescheiden.

Mittwoch, 30. November 2016

Asperger und Verwirrung vermeiden

Die meisten NT so denke ich, sind verwirrt. Die Welt ist zu komplex, als das alles noch jemand begreifen könnte. Verwirrung entsteht doch, wenn man nicht weiss. Sich nicht mit etwas befasst. Nur, wie soll man in der NT-Welt noch zurecht kommen, wenn selbst die NT nicht mehr klar sehen? Wie soll man nicht verwirrt sein?
Für mich ist es einfach. Ich kümmere mich nicht mehr darum. Klar schaue ich Nachrichten. Klar lese ich. Aber ich sorge mich nicht. Ich beachte es nicht mehr. Zu viel passiert jeden Tag.
Dazu kommt noch die Werbung. Die ist überall. Keiner weiss mehr, was er haben muss oder soll. Alle kaufen einfach nur noch wie blöd ein. Besonders in den Tagen und Wochen vor Weihnachten. Da beginnen die NT durchzudrehen. Kaufrausch. Verwirrung. Naja, ist ihre Welt, nicht meine. Ich halte mich da raus.
Bin ich gleichgültig? Nein sicher nicht. Denn mir ist mein Leben nicht egal. Mir ist meine Familie nicht egal. Und besonders meine geliebte Frau nicht. Aber das war es dann auch schon. Ich muss nicht müssen. Muss nicht alles haben. Muss nicht alles wissen. Nicht überall gewesen sein. Muss nicht mitreden können. Wozu auch? Wo liegt der Sinn in dem das alles zu haben uns zu können? Für mich ergibt es keinen Sinn. Muss es auch nicht.
Denn, es lebt sich einfacher ohne das alles. Ohne die Gedanken an das Nächste. An die anderen und was sie denken. Über einem. Was sie von einem erwarten. Was erwarte ich? Nichts. Denn, wer nichts  erwartet, der kann auch nicht enttäuscht werden. Das habe ich gelernt. Musste es lernen.
Nun, so ist das Leben doch trostlos? Nein, ist es eben nicht. Ich habe so viel mehr vom Leben. Kann leben, so wie ich will. Nicht so wie man muss. Wie es richtig ist. In den Augen der NT. Aber in meinen Augen, ist es dies nicht. Ich haben meine eigenen Vorstellungen von meinem Leben. Und so lebe ich.
Typisch Autist? Weiss nicht. Kenne nur mich und wie ich lebe. Alle anderen sehe ich nur von Aussen und was sie tun und sagen. Ob es für sie stimmt oder nicht, weiss ich nicht.
Für mich war es ein langer Weg, dies zu erkennen. Denn ich lebte jahrelang auch so wie die NT. Lebte für das HABEN und SEIN. Aber nicht für mich. Lebte ein Leben, dass ich nicht vermisse. Ja eines, an das ich mich kaum noch erinnern kann und will.
Durch nachdenken und beobachten. Durch ausprobieren und Fehler machen habe ich die Erkenntnis gewonnen, das ich loslassen muss. Nicht an all dem haften, woran die NT haften. An diesem ständigen mit der Welt klar kommen. Mit dem immer Neuen. Mit dem nie genügen. Sich selber gegenüber und auch anderen. Das war wie gesagt, nicht einfach. Aber heute, so denke ich bin ich einen grossen Schritt weiter. Nicht dass ich es vollständig geschafft habe. Aber doch so, dass mich die Welt nicht mehr so sehr stresst und verwirrt, wie auch schon.
Ich denke, dass es uns Autisten leichter fällt, als den NT. Viele Autisten die ich kenne, die kümmern sich um sich und nicht um die NT-Welt. Naja, deshalb sind wir ja Autisten. Unsere Welt ist eben nicht die Welt der NT. So kann Verwirrung leichter überwundenen werden. Was aber nicht heisst, das es keine Probleme oder Sorgen gibt. Aber sicher nicht in dem Ausmass, wie es die NT kennen und leben.
Ich für mich denke, das die Welt friedlicher wäre, wenn nicht immer alle MÜSSTEN. Nicht immer nur WOLLTEN, sondern auch mal was geben. Denn, viel Weniges ergibt auch wieder viel.
Wie dem auch sei. Ich versuche dies den NT nicht beizubringen. Denn sie verstehen mich nicht. Sie verstehen nicht, wie man mit wenig zufrieden sein kann. Ein einfaches Leben leben. Nicht immer nur wollen. Nicht immer müssen. Ich lasse sie und sie lassen mich. So lebt jeder das Leben, wie er es für richtig hält. Mit oder ohne Irrungen und Verwirrungen.

Sonntag, 27. November 2016

Asperger und die Theory of mind

Die Theory of mind besagt, dass der Mensch fähig ist, die Absichten eines anderen Menschen zu erahnen. Vorzustellen was er will. Was er fühlt. Denkt. Wieso er so handelt wie er handelt.
Naja, ich selber halte das nach wie vor für das was sie ist. Eine Theorie. Mehr nicht. Denn wo sind die Beweise? Die NT können sie nicht liefern. Uns Autisten wird ja nachgesagt, das wir das nicht können. Aber können es die NT. In letzter Konsequenz können sie es auch nicht. Denn wenn sie es könnten, dann gäbe es keine Ungerechtigkeiten. Keine Gewalt. Keine Verbrechen. Terror. Aber dem ist nicht so. Es gibt das alles. Und das nicht zu knapp.
Also frage ich mich, wieso die Theory of mind gerade in Autismusbreich eine so grosse Rolle spielt. Kann es sein, dass die NT sich nicht vorstellen können, das wir anders denken und handeln als sie es kennen? Ich denke, es hat was. Damit ist doch auch aufgezeigt, das sie es selber nicht können. Denn wenn sie es könnten, dann wäre das alles kein Thema. Dann würden sie uns so akzeptieren wie wir sind. Würden uns als gleich betrachten. Würden nicht Heime und sonstige Einrichtungen einrichten. Würden uns nicht an den Rand der Gesellschaft drängen. Oder liege ich hiermit falsch.
Wer von euch ist voll integriert? Hat eine gute Arbeit. Familie. Fühlt sich in der Welt der NT verstanden und wohl? Ich nehme an, wenige.
NT denken immer, das sie so vieles besser können als wir es können. Sie verstehen nicht, dass es keine Rolle spielt, wie ein Mensch die Welt wahrnimmt. Was doch zählt, die die Tolerant das es andere Menschen ausser einem selber gibt. Das Verständnis von anderen. Das Verständnis von anderen Ideen und Gedanke. Aber das verwirrt die NT nur. Sie verstehen nicht.
Sie bewundern uns. Sie fürchten uns. Sie wissen nicht, wie sie mit uns umzugehen haben. Dabei wäre es ganz einfach. Behandelt uns einfach als Menschen. Wobei, wenn ich sehe wie die NT ihre Art behandeln, frage ich mich, ob ich das will. Denn die Welt ist voller Leiden. Nicht durch das Leben, sondern von Menschen gemacht. Sie verursachen Leiden. Sie verursachen Verwirrung. Das soll mal einer verstehen. Ich tue es nicht.
Aber die NT unternehmen vieles, damit wir so werden wie sie. Damit wir so denken wie sie denken. Handeln, wie sie. Das geht aber nicht. Wie auch? Es ist nicht in unserer Natur NT zu sein. Genauso wie die NT nicht Autisten sein können. Wir sagen ihnen ja auch nicht, das sie so werden müssen, wie wir sind. Sie würden rebellieren. Zerstören. Naja, extrem gedacht. Ich weiss.
Das ist doch das Denken viele Autisten. JA NEIN. Alles oder nichts. Das können die NT nicht. Auch können sie nicht verstehen, das viele von uns nur das verstehen, was gesagt wird, nicht was gemeint ist. Das verstehen sie nicht. Die NT.
Also, Theory of mind ist für mich nur eine Erfindung der NT die besagt, das sie was können, was wir nicht können. Das sie damit zeigen wollen wie sehr das Leben besser ist, wenn man NT ist. Das ist doch wie mit den Religionen. Jede ist die Beste. Jede führt zur Erlösung. Aber nur dann, wenn man macht was einem gesagt wird. So ist es doch auch mit dem, was die NT uns sagen. Nur ihr Weg ist der Rechte. Naja, wieder krass. Ich weiss. Es soll aber zum nachdenken anregen. Denn wieso sollte man einfach alles nur so hinnehmen wie es ist. Nicht hinterfragen? NT sagen immer, ich denke zu viel. Hinterfrage zu viel. Nun, es ist mein Wesen. Ich muss das tun. Ich tue es einfach. Wieso sollte das nicht gut sein? Können NT das nicht nachvollziehen? Die die sich in andere Menschen versetzen können. Erkennen was sie wollen und fühlen. Können sie es nicht? Wieso nicht? Weil sie es gar nicht können, sondern nur meinen, dass sie es können. Ich lasse ihnen ihren Glauben. Jeder hat sein Weltsicht. Diese sollte respektiert werden. Egal was und wie sie ist. Denn kein Mensch kann einem anderen sagen was er zu denken hat. Was er zu fühlen hat. Oder irre ich mich damit?

Donnerstag, 24. November 2016

Asperger und der Arbeitsmarkt

Es gibt Bücher, in den beschrieben wird, was vom Arbeitsmarkt so alles gefordert wird, damit man eine Stelle bekommt. Nur, sie sagen nicht, wie genau. Sie alle geben nur das wieder, was man sonst auch nachlesen kann. Dinge die auch die NT angehen.
Nur, wie kommt man als Autist in den Arbeitsmarkt, wenn man noch keine Berufserfahrung hat, oder aber lange nicht mehr in ihm war?
Ich weiss wie es ist. Ich selber habe mal über ein Jahr nicht mehr gearbeitet. Es war mehr Zufall, das sich wieder eine Stelle gefunden habe. Das ich wieder langsam beginnen konnte. Denn nach einem Jahr ohne Arbeit, war es nicht einfach wieder jeden Tag zu arbeiten. Das ist jetzt schon viele Jahre her. Seither arbeite ich sogar an zwei Orten. Bei Swisscom und Specialisterne. Wobei erster mehr vom Pensum ausmacht. Das aber nur am Rande¨.
Jedenfalls ist es heute doch so, dass wer sich als Autist ausgibt, weniger Chance hat, als ein NT. Das kennt ihr sicher auch. Denn die HR-Leute und Chefs wollen keine Probleme. Jedenfalls nicht mehr, als sie sonst schon haben. Da muss ein Behinderter nicht auch noch sein.
Aber es gibt auch andere Firmen. Firmen die sich zur Aufgabe genommen haben, Autisten einzustellen. Wie SAP. Wie die Swisscom. Es ist aber nicht so, dass man sich einfach bewerben kann. Klar, kann man. Aber die Chancen so sind leider noch immer sehr gering, dass man genommen wird.
Einfacher ist es, wie ich es erlebt habe. Durch Specialisterne, oder Autismuslink. Werbung, ich weiss. Aber es ist so, sie haben mir geholfen, und ich kann so auch anderen helfen. Denn ich versuche auch in anderen Firmen für uns Autisten Werbung zu machen. Dass die HR-Leute den Schritt wagen sollen. Dass es nicht nur um Diversitiy geht, sondern um Menschen. Menschen die Fähigkeiten haben. Menschen die auch ein eigenes Leben haben wollen. Menschen die auch Familie haben. Die auch ein Recht auf Arbeit haben. Dieses aber meistens nicht kriegen, weil sie Autisten sind.
Auf der anderen Seite ist es aber mit einer Stelle nicht gemacht. Denn das Team muss wissen mit was sie es zu tun haben. Was Autismus ist. Sicher nicht im Detail. Aber sie müssen doch die Besonderheiten kennen, die uns allen gemeinsam ist. Ich erlebe, dass die meisten Leute aufgeschlossen sind. Denn, der Mensch ist neugierig. Besonders wenn es um einen Autisten geht. Sie sind zu Beginn erstaunt, dass ich sprechen kann. Ja auf ihre Fragen antworten kann. Erst nach einiger Zeit merken sie, das ich ein Mensch wie sie bin.
Der Arbeitsmarkt heute ist streng. Der Druck hoch. Genau das, was wir nicht brauchen können. Nicht damit umgehen können. Grosse Firmen sind breit darüber hinweg zu sehen. Klar muss man seine Leistung bringen. Aber ich merke, das ich nicht dem Druck ausgesetzt bin, wie die anderen. Ist das schlimm für mich? Nein, den anders hätte ich ein Problem. Es stimmt so, wie es ist. Ich werde auch nicht besonders behandelt. Sprich, auch ich gehe zu Sitzungen. Werde angesprochen und muss was sagen. Was ich ok finde. Das gehört dazu. Das Team soll ja wissen, was ich tue. Ich erfahre das Selbe ja auch von ihnen.
Jedenfalls ist für uns Autisten langsam aber sicher einfacher auch eine gute Stelle zu kriegen. Wenn man die nötigen Ausbildungen hat. Denn einfach nur Autist sein, reicht nicht. Das haben mir auch diverse HR-Leute gesagt. Sie wollen halt die Diplome sehen. Sie wollen das man die nötige Bildung hat. Was ich in Ordnung finde. Denn für die NT gilt das Selbe. Wieso sollte es für uns anders sein?
Ich jedenfalls bin froh, dass ich arbeiten kann. Darf. Nicht muss. Ich verstehe die NT nicht, die immer mal wieder streiken, weil sie mehr Lohn wollen. Sie wollen immer mehr. Ich bin zufrieden, dass ich überhaupt wieder arbeiten kann. Das ich nicht abhängig bin von Ämter. Das ich selber meine Rechnungen und meine Leben bezahlen kann. Ich denke, viele NT wissen gar nicht, wie es ist, nicht zu arbeiten. Nicht selber Geld zu verdienen. Für sie ist es, ihre Stelle. Eigentum. Sie haben ein Recht auf mehr Lohn. Darauf das sie ihre Stelle behalten können. Ich weiss, wie schnell es anders sein kann. Das habe ich schon oft erlebt. Sicher, auch viele NT. Aber die meisten sicher nicht.
Der Arbeitsmarkt, so hoffe ich, wird in ein paar Jahren anders mit uns Autisten umgehen. Wird uns schätzen und auch suchen. Das ist, ich weiss, für diejenigen von euch, die eine Stelle suchen, ein schwacher Trost. Aber eines kann ich euch sagen. Es gibt viele Menschen, NT und Autisten, die sich für eine andere Sichtweise der Arbeitswelt auf uns Autisten einsetzen. Die viel auf sich nehmen, damit sich was ändert. Denn allen gebührt auch mal einen Dank. Denn ich sehe es nicht als selbstverständlich an, dass man sich für uns einsetzt.

Sonntag, 20. November 2016

Asperger und die Selbstverwirklichung

Nach Maslov gilt als Höchstes wenn sich ein Mensch selbst verwirklicht. Nun, die Frage sie sich aber nie stellte ist, was bedeutet das für eine Gesellschaft? Ich meine, ist es von Vorteil, wenn sich die Menschen selber verwirklichen oder eher nicht? Und, können Autisten sich selber verwirklichen? Haben sie die Möglichkeiten dazu, so wie die NT auch?
Ich denke, wir sind sogar noch weiter heute. Die NT sind nicht mal mehr selber verwirklicht, sondern nur noch sich selber. Denn, es geht immer nur um sie. Alle anderen sind egal.
Naja, wir Autisten sind von dem weit weg. Denn die NT lassen uns nicht in ihre Welt. Eine Welt die so beschaffen ist, das nur ein NT in ihr zurecht kommt. Wie also könnten auch wir uns selber verwirklichen? Nun, indem wir das tun was wir wollen? Funktioniert das? Nein. Indem wir uns einfach anpassen? Auch das funktioniert so nicht. Indem wir sind wie wir sind? Auch wieder, nein.
Ja was den? Denk mal darüber nach? Was braucht es, damit auch wir so sein können, wie wir sind. Was braucht es, damit die NT lernen, dass auch wir die selben Rechte haben wie sie. Was braucht es?
Sehr viel. Besonders aber, müssen wir auf sie zugehen. Was heute auch von vielen von uns getan wird. Aber das Problem dabei ist, dass wir so immer als was Spezielles betrachtet werden.
Ich habe schon oft erlebt, das NT mit mir sprechen wollten, weil sie mal mit einem Autisten sprechen wollten. Wie wenn ich ein Gegenstand wäre. Mal eben so einen Autisten konsumieren. Danach erzählen können. Nein, dass ist nicht der Weg.
Ich denke, dass sich die Gesellschaft als solches grundlegend ändern müsste. Das sie sich wieder mehr auf sich fokussiert als auf das was andere haben und wollen. Denn schlussendlich geht es bei der Selbstverwirklichung nur darum das man sich abgrenz. Das man anders ist. Das alle anderen auf einem Rücksicht nehmen müssen. Das man selber bestimmt. Jedoch gibt es immer wieder genau damit Problem. Abstimmungen sind ein gutes Beispiel. Diejenigen die verloren haben, gehen auf die Strasse und demonstrieren. Wieso? Weil sie die Meinung anderer nicht mehr akzeptieren können. Es geht nur um ihre Meinung. So viel zum Thema Selbstverwirklichung.
Autisten sind da anders. Uns wird nachgesagt, dass wir uns nur um uns kümmern können. Das wir uns selber genüge sind. Sicher. Aber sind das die NT nicht auch? Ja, ist das nicht einfach eine menschliche Eigenschaft? Ich weiss es nicht. Aber ich vermute es mal.
Habe ich mich selbst verwirklicht? Nein, sicher nicht. Ich lebe mein Leben. Aber von Selbstverwirklichung bin ich weit weg. Ich will das auch nicht. Denn ich sehe den Nutzen davon nicht ein, mich selber zu feieren. Wieso sollte ich das tun? Und wozu sollte das gut sein? Was bringt es, wenn man sich selber feiert? Ausser, das man immer mehr von sich ins Internet stellt. Andere Meinungen immer weniger akzeptiert. Immer einsamer wird. Das ist ein grosses Problem von heute. Die Menschen werden immer einsamer. Klar, sie sind nur noch online. Sie können da Identitäten annehmen, Bilder hochladen. Sich selber darstellen. Selfies. Sie können liken. werden geliked. Das ist doch kein Leben. Aber es ist das Leben derer die sich selber verwirklichen. Ein Leben in Einsamkeit und Verlassenheit. Schlussendlich sagen sie, das sich niemand um sie kümmert. Sie gehen geistig ein. Naja, auf die Idee, mit anderen Menschen zu sprechen und mit ihnen was zu unternehmen kommen diese Menschen nicht mehr. Sie erheben nur Ansprüche aber geben selber nichts mehr.
Wer nur nimmt und nicht gibt, der wird auch nicht erhalten.
Der mittlere Weg erscheint mir da besser. Sicher muss  man sich um sich selber kümmern. Aber, man ist nicht alleine auf der Welt. Mit anderen Menschen zusammen ist das Leben nicht immer einfach, aber sicher nicht schlechter, als immer nur online zu sein. Auch kann man so mehr lernen. Und erkennen, dass es auch andere Menschen und Gedanken gibt. Nicht nur die eigenen.
Kurz gesagt, es ist nicht einfach einer Gesellschaft beizubringen, dass es Menschen gibt, die anderes denken und sind. Autisten. Es ist nicht einfach ihr beizubringen, dass sie mal abschalten sollen. Das Device. Das sie mal einfach sein sollten. Aufmerksamkeitsübungen helfen da sehr.
Mir jedenfalls. Denn sie machen mir auch bewusst, dass ich nichts spezielles bin. Sondern eben einfach Mensch. Nicht mehr und nicht weniger. Auch, dass wir alle gleich sein. Aber das ist Philosophie. Im praktischen Leben erlebe ich immer wieder wie die NT sich selber darstellen. Anderen zeigen, was sie haben. Das sie mehr haben. Besser sind, mehr wissen. Das ist doch sinnlos. Statt voneinander zu lernen, bekämpfen sie sich mit dem, wer hat mehr. Sinnlos so was.
Daher denke ich oft, dass ich froh bin, dass ich nicht so bin. Das ich Autist bin. Auch wenn dies sehr viele Nachteile mit sich bringt. Doch einen hat das Ganze. Ich habe mich selber besser kennen gelernt. Und weiss heute, was ich ertragen kann und was nicht. Und dass ich mich nicht anderen gegenüber selber darstellen muss. Das ich, so wie bin, ok bin. Ohne mich selber zu feiern.

Mittwoch, 16. November 2016

Asperger und mein Asperger

Mein Asperger. Worte die ich immer wieder mal von andere Autisten höre oder lese. Mein Asperger. Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Wieso nicht? Nun, weil es nicht mein Asperger ist. Ich meine damit, es ist nicht etwas, das ich besitze oder habe. Sondern etwas, das für, für mich mal definiert wurde, dass ich es bin. Aber ich denke, ich weiss was gemeint ist.
Was ist das was mich als Asperger definiert? Wo ist der Unterschied zu den NT? Was ist meine Behinderung?
Sicher einerseits der Klassiker. Der Augenkontakt der fehlt. Aber das ist noch das Wenigste. Dazu kommt, dass ich superlichtempfindlich bin. Das ich mich sehr sehr schwer an Neues gewöhnen kann. Neue Dinge aber auch Menschen und Situationen.
Auch, dass ich sehr gerne Dinge tue, die immer gleich sind. Dass ich mich von der Welt komplett abschotten kann. Dass ich keine anderen Menschen brauche, wenn ich nicht will. Das ich alleine sein kann, wenn ich will. Das mir Stille nichts ausmacht. Im Gegenteil. Ich brauche sie. Eben auch wegen meines Gehörs.
Das ich nicht in grossen Menschenmengen sein kann. Das ich nicht einfach mal spontan was tun kann. Das an keinen Anlass gehe, von dem ich das Programm nicht habe, was geschehen wird. Und besonders, wann was geschehen wird. Das ich auf Zahlen fixiert bin.
Solche Dinge halt. Die sind das sogenannte MEIN ASPERGER für mich. Doch selbst das Oben Beschriebene ist nicht alles. Wie sollte es auch? Meinen Menschen zu beschreiben, ist nicht einfach. Aber sich selber? Nun, so viel will ich nicht schreiben und euch damit langweilen, was ich bin oder kann.
Jedenfalls ist es für Autisten normal, das sie über das Autismussein nachdenken und sich der Welt präsentieren. Jedenfalls einige. Aber NT? Können sie das Selbe von sich behaupten? Ich meine, können sie sich so genau beschreiben, wie es viele Autisten können? Ich denke, nein. Denn sie denken nicht darüber nach. Denken nicht darüber nach, was sie im Wesen und Geist von den anderen unterscheidet. Wieso sollten dies die NT tun? Sie kommen nicht auf die Idee, dass es auch anders sein kann. Da sie sich für das Zentrum des Universums halten, wie mir viele NT bestätigt haben, müssen sie auch nicht über solche Fragen nachdenken. Über sich. Erst dann tun sie es, wenn ihnen andere sagen, dass sie nicht der Norm entsprechen. Oder sie einen Zusammenbruch erleiden, und ihnen dadurch bewusst wird, dass sie sind. Das sie nicht bloss existieren. So beginnen sie sich mit sich zu befassen. So wie wir es auch mussten oder dürfen. Wie auch immer.
Jedenfalls muss ich für den Rest meines Lebens damit leben, dass ich Autist bin. Schlussendlich, ob ich will oder nicht. So lautet die Diagnose der NT über mich. Naja, ich kann sehr gut damit leben. Ja, besser als zuvor. Insofern hat mir die Diagnose ein besseres Leben ermöglicht. Eben, weil ich sehr viel über mich nachgedacht habe. Mein Asperger hat. Ich nenne es nicht so. Sondern einfach mein Wesen. Meine Persönlichkeit. Meine Gedanken. Eben das was mich ausmacht. Mein ICH auf ein Wort zu reduzieren und alles damit erklären zu wollen, greift für mich zu kurz.
Wie gesagt, das Wesen eines Menschen ist im Grunde genommen nicht beschreibbar. Nicht fassbar. Wie ein grosser Ozean. Nur das Handeln und das Sprechen kann als Anhaltspunkt genommen werden. Für die anderen. Aber nicht das Denken in seiner letzten Konsequenz. Denn keiner weiss, was in einem Menschen wirklich vorgeht. Man kann es nur erahnen. Mehr auch nicht.
Ich denke, dass es wichtig, ist das er Mensch Mensch sein darf. Das er nicht so sein MUSS wie andere wollen oder man denkt, wie man sein sollte. Schlussendlich ist jeder für sich alleine. Auch wenn wir mit anderen zusammen sind, so sind wir doch alleine in uns. Was nicht negativ gemeint ist. Sondern, es ist einfach so. Egal was wir auch tun, wir können es nicht ändern.

Samstag, 12. November 2016

Asperger und die Verwirrung

Wenn ich mir die jüngsten Ereignisse in Amerika so ansehe, frage ich mich was mit den NT los ist. Sie sind verwirrt. Denn, wenn sie sich was vorstellen, und es nicht eintritt, sind sie ratlos. Verwirrt eben. Sie wissen dann nicht mehr weiter.
Nun, Verwirrung entsteht doch nur dann, wenn man nicht in Optionen denkt. Das heisst, nicht alle Möglichkeiten berücksichtigt. Das, so denke ich, können die NT nicht. Denn sie sind zu sehr von ihren Emotionen geleitet. Sehen nicht weiter als das was sie fühlen. Sie denken eben nicht so viel.
Für mich ist das nicht verständlich. Denn ich denke sehr viel. Manchmal auch zu viel. Aber ich kann es eben nicht ändern. Nur, das ist sicher einer der Gründe, wieso ich nicht verwirrt bin. Wieso mich vieles, was die NT erstaunt, eben nicht erstaunt. Denn ich kenne das mit den Emotionen, so wie es die NT kennen, nicht. Das ist etwas, das mir verschlossen bleibt. Macht nichts. Denn ich kenne es nicht anders.
Nur, ich versuche den NT zu zeigen, dass sie mehr denken sollen. Achtsamer sein. In Optionen denken. Das verstehen sie nicht. Die denken ich spinne. Womit sie aus ihrer Sicht recht haben. Aus meiner Sicht aber, spinnen sie.
Wie auch immer. Verwirrung kommt auch von Nichtwissen. Das heisst, sie lesen nicht mehr viel. Denken darüber nach. Sie sehen Youtube-Videos. Konsumieren und denken sich nichts dabei. So ist sie nun mal, die neue NT-Welt. Konsumieren und nicht nicht denken. Oder wie die alten Römer schon erkannt haben. Brot und Spiele. Nur, das wir heute nicht mehr Brot und Spiele haben, sondern Shopping und YouTube. Der Effekt ist aber der selbe. Nur nicht denken. Aber wenn einem was nicht passt, gleich auf die Strasse gehen und randalieren. Das soll mal einer verstehen. Ich jedenfalls tue es nicht.
Verwirrung ist bei den NT allgegenwärtig. Das ist eine Behauptung von mir. Ob sie stimmt, weiss ich nicht. Dazu kommt, das sie immer Angst haben. Eines der Worte die in den News immer und immer wieder auftaucht. Verstehe ich auch nicht.
Ergo, ich verstehe so manches nicht. Manchmal frage ich mich, wie ich überhaupt in der NT-Welt zurecht kommen kann. Nun, komme ich in ihr zurecht? Auf meine Art ja. Aber der Kontakt den ich zu ihr habe, ist nur minimal. So wenig, das es ein NT nicht könnte. Die brauchen mehr als ich. Ist ja nicht verwunderlich. Sie sind NT und ich Autist. Ist das Leben so besser? Anders.
Bin ich verwirrt deswegen? Nein. Wieso? Weil ich das Verhalten der NT seit Jahren studiere und mich damit befasse. So kann ich vieles erkennen auch wenn ich es nicht verstehe. Aber dafür kann ich die NT fragen. Und, sie geben mir sogar Antwort. Ohne das sie die Absicht erkennen. So lerne ich von ihnen. Nur, ich lerne von ihnen. Aber wollen die NT auch von uns lernen?
Sie lesen unsere Bücher. Gut. Sie sehen Autisten-Filme. Auch gut. Aber frage sie uns. Sprechen sie mit uns? Nein. Muss man ihnen alles erklären? Ja.
Wenn NT das erste Mal auf einen Autisten treffen, sind sie oft verwirrt und haben Angst. Sie wissen nicht, was sagen oder wie reagieren. Dabei, könnten sie einfach mal denken, das auch wir normale Menschen sind. Das wir auch normal behandelt werden wollen. Damit meine ich, das sie uns ernst nehmen sollten. Und nicht einfach nur als Behinderte sehen. Was viele aber leider tun.
Nun, das ist jetzt ein wenig über die NT hergezogen. Aber das muss auch ab und zu sein.
Im Grunde genommen, mag ich die NT. denn sie können genau wenig etwas dafür, wie sie sind, wie wir auch. Schlussendlich geht es doch darum das wir alle friedlich miteinander leben. Was bleibt usn anderes übrig. Sich einfach der Welt verschliessen? Nein, das ist nicht mein Ding. Einfach nur in meiner eigenen Welt leben? Nein.
Ich denke, dass Verwirrung dadurch aufgehoben werden kann, wenn die Menschen ruhiger wären. Wenn sie achtsamer wären. Nicht immer müssten. Nicht immer dem Nächsten nachrennen. Immer alles haben müssten. Und vor allem, wenn sie erkennen würden, das andere Menschen auch andere Meinungen haben können.

Dienstag, 8. November 2016

Asperger und das Boreout

Was ein Burnout ist, das wissen sicher alle. Aber ein Boreout? Nun, das ist das Gegenteil. Es bedeutet, dass man unterfordert ist. Sprich, man ist überfordert durch Unterforderung. Auch das kann es geben. Sogar mehr als man meint.
Nun, was hat das alles mit Autismus zu tun? Ganz einfach, auch Autisten können unterfordert sein. Auch wir können zu wenig Arbeit haben. Zu wenig Sinn. Ich denke, das haben sogar mehr, als man meint. Denn, viele Autisten sind arbeitslos oder machen Jobs die nicht dem entsprechen, was sie können. Das führt genau so zu Depressionen und Zusammenbrüchen wie das Burnout.
Es ist auch ein Thema, das noch nicht so bekannt ist. Überfordert sein, das geben viele heute schneller zu als auch schon. Aber unterfordert sein? Das sicher nicht. Wieso nicht?
Ich meine, was ist daran so schlimm? Nichts. Unterforderung kann aber auch entstehen, wenn man die Arbeit, die man tun sollte, nicht sieht. Sprich man weiss nicht wo beginnen. Dann tut man nichts. Dass kennt ihr sicher auch nur zu gut. Was passiert dann? Unterforderung. Man sitzt da und weiss nicht was tun. Langweilt sich. Und irgendwann hat man genug von allem. Was auch zu einem Jobverlust führen könnte. Einfach weil die NT nicht begreifen, was es braucht, damit ein Autist eben produktiv sein kann. Das das nicht für alle Autisten gleich ist, ist mir klar. Aber den NT? Das aber ist ein anderes Thema.
Jedenfalls erlebe ich das auch ab und zu. Denn ich bin im Moment darauf angewiesen, dass ich Arbeit kriege. Kann sie mir also noch nicht selber geben. Das war in den Jahren zuvor eben anders. Da gab ich mir die Arbeit selber. Auch anderen. Nun ist es wieder umgekehrt. Ist das einfach für mich? Nein, sicher nicht. Es ist sehr schwierig so. Denn ich kann mich nicht mehr geistig so bewegen, wie ich es gewohnt bin. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich einfach noch zu wenig weiss. Denn ich arbeite in einem Gebiet, das ich nicht kenne. Und das enorm gross ist. Sprich für mich ist alles neu. Dazu kommen noch alle die anderen NT um mich herum. Auch das ist neu.
Alles in allem eine enorme Herausforderung. Eine die ich hoffe, doch noch meistern zu können. Auch wenn ich im Moment sehr unterfordert bin. Was ich so zugeben kann. Mein Arbeitgeber der weiss das. Aber wie es in grossen Konzernen so ist, ist es eben nicht einfach einen Neuling einzuarbeiten, der keine Ahnung hat und der erst noch Autist ist. Zwei Hürden die sie nehmen müssen. Ich muss damit klar kommen, das auch sie überfordert sind.
Naja, ist halt so. Jedenfalls versuche ich, dass mir nicht das Gleiche wie vor 6 Jahren passiert. Burnout. Nur diesmal eben Boreout. Das Ergebnis so denke ich, ist das Selbe.
Autisten sind meiner Erfahrung nach anfälliger auf Überforderung und Unterforderung. Sie reagieren extremer drauf als die meisten NT. Daher so denke ich, ist es schwieriger mit einem Autisten zu arbeiten. Besonders, wenn das nötige Wissen noch fehlt. Aber ich denke, das wir sich mit der Zeit geben. So hoffe ich. Ich jedenfalls versuche mein Bestes. Was nicht immer gelingt, aber versuchen kann ich es ja.
Auf der andere Seite denke ich, dass all die Begriffe sinnlos sind. Denn sie beschreiben Symptome. Zustände. Aber ist es manchmal nicht besser, einfach zu arbeiten und nicht zu viel darüber nachzudenken. Über Sinn oder Unsinn dessen was man gerade tut? Ich muss das selber üben. Denn ich kann genau das eben noch nicht. Vielleicht lerne ich es jetzt wieder neu. Wer weiss. Hoffen kann man ja immer. Und wenn man noch versucht, es besser zu machen, dann wird das schon was draus.

Freitag, 4. November 2016

Asperger und das Nachdenken

Worüber denken Asperger nach? Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Wer weiss schon, was andere Menschen denken? Nun, ich weiss aber, was ich denke. Worüber ich nachdenke.
Ich stelle dabei einen grossen Unterschied zu den NT fest. Sie befassen sich, mit was sie essen sollen. Was sie kaufen sollen oder einfach mit ihrer Angst vor weiss nicht was allem. Ich nicht.
Ich denke nach, wie ich ein besseres Leben leben kann. Wie ich anderen helfen kann. Wie ich Leiden verringern kann. Was der Unterschied zwischen NT und uns ist. Solche Gedanken halt. Sie beschäftigen mich fast den ganzen Tag.
Aber was ich sicher nicht mache, ist über die Vergangenheit nachdenken. So nach dem Motto, früher war alles besser oder hätte ich doch. Nein, das ist nicht mein Ding. Vergangen ist vergangen.
Sicher, ich denke am Abend über den Tag nach. Was gut war und was nicht. Wo ich denke, dass ich mich verbessern könnte. Aus meiner Sicht. Nicht, um den NT zu gefallen, sondern, dass mein Leben leichter wird. Die NT Welt ist ja schon genug komisch. Darüber wie komisch sie ist, denke ich nicht nach. Wieso? Weil ich sie eh nicht ändern kann. Aber mich kann ich ändern.
Ich stelle auch fest, dass meine Gedanken sich im Laufe der Zeit immer mal wieder stark ändern. Was mir vor 10 Jahren wichtig erschien, ist es heute nicht mehr. Dafür sind mir andere Dinge wichtig. Wie weniger Stress oder die Ernährung. Auch die innere Ruhe und wie ich sie finden kann.
Nachdenke ist für mich aber nicht einfach nur denken. Besonders am Abend nicht. Da habe ich meine Meditationszeit. Diese ist nicht so lang. Aber sie ist für mich wichtig. Da versuche ich, meinen Gedanken einfach auf eine Sache zu fokussieren. Zum Beispiel wie ich mich verbessern könnte. Oder wieso so viele Menschen leiden. Auch wenn sie es nicht zeigen. Wieso es so viel Leid auf der Welt gibt.
Sicher das löst das Problem nicht. Aber mir hilft es, die Welt besser zu verstehen. Auch anderen besser zu helfen. Denn ich verstehe sie besser. Oft denke ich, dass es bei meinen Gedanken gar nicht um mich geht. Dann versuche ich aber, sie auf mich und was ich will zu lenken. Was für mich nicht so einfach ist. Aber eine gute Übung.
Autisten so sagt man, denken viel. Sicher. Ich sage immer, was den NT ihre Emotionen sind, das sind die Gedanken für uns. Ob das stimmt weiss ich nicht. Bei mir ist es so. Meine Gedanken sind wie Emotionen. Ich stelle mir dies jedenfalls vor. Denn von Emotionen verstehe ich nicht viel. Habe es versucht, aber das kriege ich nicht auf die Reihe. Da ich es einfach nicht so kenne, wie die NT.
Dafür können die NT mit dem Denken wie ich es kenne, nicht viel anfangen. Sie sind halt nicht logisch sondern komisch. Was nicht schlechter ist, sondern nur anders. Es zu werten wäre falsch. Denn jeder Mensch ist so, wie er ist. Keiner hat das Recht jemandem vorzuschreiben was er fühlen oder denken soll. Was sicher ein wenig blauäugig gedacht ist. Die Realität ist anders, ich weiss. Aber das ist meine kleine heile Welt in der das eben möglich ist. Denn so sehe ich die NT anders. Nicht als komische Wesen die nur Angst haben, sondern als Menschen mit einem eigenen ICH. Mit eigenen Gedanken und Gefühlen.
Aber sie zu verstehen, wieso sie so sind, das schaffe ich nicht. Ich versuche aber, so gut ich kann, sie zu verstehen. Sie versuchen ja auch uns zu verstehen. Jedenfalls mit denen ich arbeite. Sie geben sich Mühe. Was sie denken, wenn sie mit mir sprechen weiss ich nicht. Fragen könnte ich sie, tue ich nicht. Denn ich denke, dass die Gedanken eines Menschen ihm allein gehören. Oder nach einem Sprichwort, die Gedanken sind frei. Was sie aber leider nicht mehr sind, wenn ich mir die Welt ansehe. Da wird gedacht, was andere denken. Wer nicht so denkt, wird bekämpft. Das wiederum lässt mich an der Empathie zweifeln. Was aber ein anderes Thema ist.