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Freitag, 12. Januar 2018

Aspereger und die behindernde Welt

Ist unsere Gesellschaft Autistengerecht? Werden wird nicht durch die Welt behindert? Ich denke ja. Denn, es gibt so vieles, was ich nicht kann. Respektive, könnte, aber es würde zu viel Stress bedeuten.
ÖV zum Beispiel. Muss nicht mehr sein. Ist mir zu laut. Zu komisch. Und warten, ist nicht meine Stärke. Besonders dann nicht, wenn es kalt ist. Arbeit. Tja, das ist so eine Sache für sich. Arbeit ja, Menschen nicht zu viel. Denn, es geht den Menschen doch immer nur um sich. Sie sehen die Arbeit als Einschränkung an. Ich als Befreiung. Ich sehe die Arbeit als etwas an, dass der Gesellschaft hilft. Nicht als Last. Nur, die Arbeit ist eben nicht für sich alleine. Wenn da oft die Menschen nicht wären. Denn, sie sind laut. Sie sprechen über Dinge, die keinen Sinn ergeben. Sie nennen das Smalltalk. Ich nenne es sinnloses Geplapper. Das war hart, ist doch aber so nicht?
Die Welt behindert mich, oder aber bin ich der Behinderte. Nun, sicher, aus der Sicht der Menschen, ja. Aus meiner Sicht, ist es die Welt und wie sie beschaffen ist. Nicht das, was von der Natur kommt, sondern, was vom Menschen kommt.
Sie verursachen Chaos. Sind immer verwirrt oder haben Angst. Verstehe ich nicht. Wie wäre es mal mit denken? Nun, das geht nicht. Es gibt noch keine App dafür. Also behindern sich die Menschen, NT, doch selber, indem sie alles den Maschinen überlassen.
Nun, ich bin selber einer der Software schreibt. Also dafür sorgt, das die Arbeit schneller geht. Der NT weniger denken und tun muss. Was für ein Aufwand. Aber ich mag es so. Es behindert mich nicht, wenn ich programmiere. Nur, wenn die NT was von mir wollen. Was zum Glück, selten ist. Sie lassen mich in Ruhe. Denn, sie wissen nicht, was mit mir anfangen. Sprechen? Nun, ich spreche nicht so wie sie. Also bin ich behindert. In ihren Augen.
Mir ist das egal. Muss es auch sein. Vor Jahren, als ich die Diagnose Autismus bekam, war alles anderes. Ich verlies den Psychiater mit dem Gedanken, oha, ich bin jetzt behindert. Ich hatte ein falsches Bild davon. Wie die meisten NT. Doch mit den Jahren lernte ich, was es heisst behindert zu sein. Und, was wichtiger ist, dass ich es nicht bin. Sondern es nur eine Definition für ein Normabweichendes Verhalten ist. Mehr nicht. Es ist also nur ein Wort. Asperger. Autismus. Mehr nicht. Wichtiger ist doch, was du damit anfängst. Aufgeben oder weitermachen? Ich wollte aufgeben. Alles sein lassen. Den ich dachte, ich kann jetzt nichts mehr. Nun, dem war und ist nicht so. Ich musste vieles neue lernen. Sicher. Besonders, was und wer ich bin. Was und wer die NT sind. So fand ich Stück für Stück den Unterschied heraus, aber auch, was wir gemeinsam haben. Ja, das gibt es auch. Den eines Sache ist die Selbe. Wir beide sind Menschen. Nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn die NT das nicht so sehen. Für sie bin ich einfach der Autist. Der Behinderte. Nur, es sind sie, die mich behindern. Nicht ich. Also ist die Welt behindernd. Oder nicht? Was denkst du?

Freitag, 5. Januar 2018

Asperger und das neue Jahr

Vielleicht hast du dich gefragt, wieso ich seit letztem Oktober nichts mehr geschrieben habe. Der Grund ist etwas Tragisches. Nicht mir ist etwas passiert, sondern in meiner Familie. Das hat mich geistig nicht mehr in die Lage versetzt zu schreiben. 
Nach so langer Zeit ohne zu schreiben, kommt es mir fast wieder komisch vor. Dennoch versuche ich mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben. 
Also das Thema ist das neue Jahr. Langweilig. Nun, ja und nein. Für mich hat es eine andere Bedeutung bekommen. Es ist nicht Hoffnung sondern eine Vorwärtschauen. Denn, was war, war und was sein wird, weiss ich nicht. Aber ich weiss, was jetzt ist. Jetzt ist das hier schreiben. Diesen Text.
Wobei, es ist keine Text, sondern einfach nur eine Sammlung von Wörter. Ich versuche wieder rein zu kommen. In das Schreiben. Was nicht so einfach ist. 
Dennoch, also neues Jahr. Das ist es jetzt also. Das Jahr 2018. Alles wieder besser. Das hiess es letztes Jahr auch. Alles wurde schlimmer. Naja, für mich war es kein so gutes Jahr. Aber, ich will mich nicht beklagen. Es hätte viel schlimmer kommen können. 
Jedenfalls lese ich immer nur von guten Vorsätzen, die keiner einhalten kann, oder aber von den letzten Tagen. Weltuntergang. Gibt es auch noch was Normales? Ich meine, einfach nur, das es Tag oder Nacht ist. Das es ist, wie es ist. Wir nicht wissen was kommt. Dass das auch egal ist. Den wer könnte es ändern. Die Frage ist, wie gehen die Menschen mit dieser Ungewissheit um? Gar nicht. Sie wollen schon Wirtschaftsprognosen sehen. Wetterprognosen. Von mir aus die Lottozahlen im Juni. Keine Ahnung, was das bringen soll. Weisst du es? 
Nur eines weiss ich. Dass ich je länger Mühe mit den Menschen und ihrem Getue habe. Ihnen ist nur noch die Selbstverwirklichung wichtig. Ferien. Ansehen. Es wird immer schlimmer. Unfälle nehmen zu. Chaos nimmt zu. Ups... Negativ. Tja. Mal was Positives. Heute ist der 5.1.2018. Passt. Morgen ist der 6.1.2018. Passt. Hat doch was. Naja, dafür muss man Zahlen lieben und verstehen. Meine kleine persönliche Freude. Im Grunde genommen ist 6.1.2018 nichts anders als 9. Wie gesagt für mich sind Zahlen nicht einfach Zahlen. Aber das hatte ich schon mal. 
Zurück zum Thema. Also neues Jahr. Was ist positiv? Ich bin mit der besten Frau zusammen. Darf arbeiten. Leben. Was will ich mehr? Den Weltfrieden? Nein, der ist eine Illusion. Was aber eine gute Sache ist, ist zu versuchen weniger Leiden zu verursachen. Beispiel. Wenger Dinge kaufen die man nicht braucht. Weniger, oder wie ich, kein Fleisch essen. Wegen der Tiere aber auch der Umwelt. 
Mehr lachen. Muss sollte sein. Habe ich in den letzten Monaten nicht mehr oft gemacht. Aber das ist eine andere Geschichte wieso. 
Für alle die mit der Ungewissheit nicht umgehen können. Eine Sache bleibt. Der Tag hat 24 Stunden. Aus dem Gestern wird das Heute, welches gestern noch die Zukunft war. Also leben wir doch in der Vergangenheit, der Gegenwart und er Zukunft zugleich.
Oder kurz gesagt: Dir ein frohes neues Jahr und danke das du meinen Blog liest. 

Freitag, 13. Oktober 2017

Asperger und jeder für sich

Fahre ich Auto, so erlebe ich oft sehr rücksichtlose Autofahrer. Sie kümmern sich nicht darum, ob sie sich und andere in Gefahr bringen. Schaue ich TV, so sehe ich Demonstrationen. Werden die Menschen da gefragt, so wollen sie gehört werden. Es geht um sie. Dazu kommt doch die immer grösser werdende soziale Verelendung der Menschen. Dies obwohl sie scheinbar immer mehr kommunizieren. Aber, das ist ja nur virtuell. Hat also keinen Bestand. Die Menschen sehen sich nach anderen Menschen. Sind sie aber mit ihnen zusammen, dann beginnen die Probleme. Jeder erwartet, dass der andere auf einem eingeht. Wenn das alles verlangen, ja, wer soll es dann noch tun?
Mir kommt die Welt immer autistischer, im wörtlichen Sinne, vor. Die NT sagen von uns, das wir in unserer eigenen Welt leben. Sicher. Nur, die NT auch. Sie leben auch in ihrer Welt. Einer Welt in der der Rücksichtslose und Vordernde Recht bekommt. Menschen werden verurteilt, weil sie nicht etwa ein Verbrechen begannen haben, sondern weil sie anderen gesagt haben, sie sollen es tun. Wir ist der Täter? Der der die Tat begannen hat oder der, der gesagt hat, er soll es tun? Frag dich selber mal.
Ich leben in einer Welt, in der jeder scheinbar alles weiss und kann. Einer Welt in der jeder ein Spezialist ist. Jeder eben für sich.
Ich weiss, ich weiss. Das Oben ist sehr sinister. Irgendwie. Aber es ist doch so. Nicht? Die Frage ist, wie gehe ich als Autist damit um? Gar nicht mehr. Ich schaue nur noch wenig TV. Lese keine News mehr, ausser aus der IT-Welt. Irgendwie brauche ich das ganze Chaos nicht mehr. Es ist doch eh immer das Selbe. Jeden Tag. Wieso sollte ich mir das jeden Tag antun? Eben.
Das lässt denn Schluss zu, dass ich einfach nur für mich sein will. Sicher, das stimmt. Mir ist nicht mehr nach sehr viel Mensch. Ausser natürlich mit meiner Frau und Familie. Das ist was anderes. Aber ansonsten, nein.
Wenn ich arbeite, arbeite ich für mich. Ich arbeite nicht das selbe wie die anderen im Team. So bin ich wieder für mich. Es passt so für mich. Denn, ich muss wirklich nicht mehr so viel sprechen und an Sitzungen wie früher. Bin ich ein Eigenbrötler geworden? Bin ich ein Egoist. Nein. Hat das mit dem Autismus zu tun? Ich denke ja. Ein Teil sicher. Aber nicht alles. Ein anderer Teil ist sicher, dass ich nicht mehr 20 bin. Dass ich einfach mehr Ruhe brauche. Aber auch erkannt habe, dass Stress sich nicht lohnt. Sich aufopfern (siehe letzter Post). Danke nein.
Nur, ich versuche nicht rücksichtslos zu sein. Niemandem ein Leid zuzufügen. Versuche auch, dass ich zu viel Ressourcen verbrauche. Wie Wasser, Strom. Auch auf Fleisch verzichte ich. Solche Dinge halt. Mir geht es dabei nicht nur um mich. Sondern um alle. Idiot, wird jetzt der eine oder andere denken. Wieso tut er das? Nur damit alle anderen einfach verschwenden können? Wieso nicht? Wenn es ihnen gefällt. Ich sehe aber auch, dass ich mit meiner Einstellung nicht alleine bin. Nur, wir sind nicht so viele, wie diejenigen, welche sich einfach keine Gedanken machen. Und wenn, ändern sie nichts an ihrem Verhalten. Jeder eben für sich. NT können eben genau schlecht wie wir, Gewohnheiten ändern. Es ist für mich nicht etwas typisch Autist, sondern typisch Mensch. Die Welt wird autistischer. Schau sie dir an. Manchmal denke ich, dass wir irgendwann die Normal sein werden. Eine Minderheit, aber die Normalen.
Vielleicht könnten die NT von uns auch lernen, mit weniger zufrieden zu sein. Die Welt eben anders zu betrachten. Und, nicht immer nur an sich denken. Sondern begreifen, dass man, auch wenn man alleine ist, nicht alleine auf diesem Planten ist. Ein Gedanke, der immer weniger gedacht wird. So kommt es mir jedenfalls vor.
Wie dem auch sei. Jeder für sich. Dies waren meine paar wenigen Gedanken dazu. Ich hoffe, sie können dazu beitragen, dass es ein wenig weniger Leiden gibt. Alles fängt bei einem selber an.

Donnerstag, 7. September 2017

Asperger und die Abwesenheit

Vielleicht fragst du dich, wieso ich so lange Zeit nicht mehr geschrieben habe. Der Grund dafür ist, dass sich in meinem Leben eine Sache geändert. Eine, für die ich fast 6 Jahre gekämpft habe. Eine Sache die mir sehr am Herzen gelegen ist. Aber das ist nun vorbei. Die Frage ist doch, was es den war, was mir so viel bedeutet hat. Es war, dass ich mich jeden Tag für uns Autisten einsetze. Dass ich einen Ort hatte an dem ich dies tun konnte. An einem Ort den ich selber mit aufbauen half. Der ein Teil meiner selbst war. Aber eben war.
Wie kam es dazu? Nicht ich war es, der dem allem ein Ende setzte, sondern NT. NT die nicht begreifen wollten und wollen, was mir das alles bedeutete. Sie haben mit nicht einmal gefragt, ob ich noch mitmachen will oder nicht. Es war einfach aus. Ende.
Das hat mich dazu bewogen wochenlang über das Verhalten der NT nachzudenken. Wieso sie so sind. Wieso sie nicht verstehen können, dass sich nicht immer alles nur um sie dreht. Was sie wollen. Das ist das Eine. Das andere aber ist, dass NT einfach immer alles zerstören was andere gebaut haben. Sie kommen, und zerstören. Sie denken nicht nach. Sie handeln einfach. Das hat mich in eine Art Schockstarre versetzt. Eine von der ich mich allmählich erhole. Nun, bin ich also weder für Autismuslink noch Specialisterne tätig. Sondern nur noch für Swisscom. Wobei nur noch nicht stimmt. Ich kann auch dort noch einiges tun. Für uns Autisten. Aber es ist eben nicht mehr das, was ich mit aufgebaut habe. So viele Jahre. Die NT denken nur in Lohn und Ferien. Das war nie mein Antrieb. Sondern die Sache. Das Autisten mit der richtigen Umgebung auch selbständig leben und arbeiten können. Das ist nicht mehr. Was heute aus der Stiftung geworden ist, weiss ich nicht. Es ist mir auch egal. Ich weiss nur, dass sie nicht mehr so ist, wie wir sie erschufen. Der Geist der da war ist tot. Dieser tote Geist war für mich ein grosser Verlust. Einer den ich verkraften kann. Sicher. Aber einer der mir auch gezeigt hat, dass es den NT nur um sich und ihre Art geht. Das sie nicht über sich hinaus denken können. Dass sie nichts von Visionen verstehen. Das sie nicht denken können, was andere brauchen. Das es nicht immer nur ums Geld geht. Denn, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, kann nicht gekauft werden. Kann nicht in den Ferien verdient werden. Es ist Arbeit. Sehr viel sogar. Diese kann ich nicht mehr tun.
Heute schreibe ich Software. Auch gut. Sicher. Ich helfe den HR der Swisscom was das Thema Autismus anbelangt. Auch gut. Das meine ich wirklich so. Ich schreibe dies nicht einfach so daher.
Das ist der Grund in Kürze und sehr oberflächlich beschrieben. Ich hoffe, dass ich auf dein Verständnis zählen kann. Was mir also noch bleibt von alledem, ist dieser Blog. Doch um zu schreiben musste ich zuerst wieder meine geistige Kraft haben. Musste wieder erkennen, dass das Leben weitergeht. Wie ich das gemacht habe? Dazu später mehr.
Ich wollte nur mitteilen, dass ich diesen Blog nicht aufgegeben habe. Dass es mir immer noch darum geht, meinen Beitrag zu leisten. Diesmal einfach anders. Wie Oben beschrieben. Und durch meine Artikel in diesem Blog. Danke, dass du auch weiterhin meine Artikel liest. Ich hoffe, dass sie dir helfen können. Wenn nicht, so doch zumindest dass du darüber nachdenkst.

Sonntag, 13. August 2017

Asperger und Altes loslassen

Denk mal darüber nach, was immer noch gleich ist. Was ist immer noch gleich seit du lebst. Was in deinem Leben? Bei mir ist es nichts. Alles hat seine Zeit. Alles kommt und geht. Nichts ist so beständig wie die Unbeständigkeit. Damit klar zu kommen fällt vielen schwer.
Im letzten Artikel habe ich eine grobe Skizze gemacht, was buddhistisches Leben ist. Wie es einem helfen kann, sich in dieser Welt zurecht zu finden. Ein Teil davon ist, das Loslassen. Das nicht anhaften an etwas. Das ist ein wenig bildlich, ich weiss. Aber dieser Ausdruck wird verwendet und zu zeigen, dass es sich nicht lohnt zu denken, das etwas ewig ist. Das man es immer besitzt. Das die Menschen um einem immer bei einem sein werden. Das ist ein Irrtum. Die Frage nun ist, wie kann das überwunden werden? Nun, eines vorab. Es ist nicht einfach. Denn wir sind es gewohnt, nicht so zu denken. Die Menschen denken immer nur im MEIN und ICH. Wer aber erkennt, dass dies alles nicht existiert und leer ist, dessen Leben wird einfacher werden. Doch es braucht sehr viel Übung darin.
In meinem Leben sind viele Menschen gekommen und gegangen. Ich habe viele Arbeiten gemacht. Vieles gelernt. Doch eines habe ich nicht gelernt, wie mit der Veränderung umgehen. Das kann auch nicht gelehrt werden, da nur wenig wissen, wie es geht. Auch wenn viele sagen, es macht ihnen nichts aus, so ist es nicht die Wahrheit. Die Menschen haben ein sehr grosses Problem damit.
Ich habe dies alles in er Meditation erkannt. Ohne Lehrer. Ohne Kurs und Schulung. Braucht es nicht. Der Mensch ist fähig dies alleine zu erkennen, wenn er will. Doch es braucht eines. Einen Willen es zu wollen. Auch zuzulassen, dass man danach nicht mehr der Selbe ist. Das das Leben sich verändert. Die Art wie man denkt. Die Art wie man spricht. Die Welt sieht. Deshalb an dieser Stelle diese Warnung.
Niemand ist für das verantwortlich was man tut, ausser man selber. Das ist eine grosser Erkenntnis. Sie stammt nicht von mir. Doch die Menschen können das schon nicht. Sie geben immer allen anderen die Schuld. Das am Rande.
Zurück zum Thema. Wieso also loslassen? Was ist der Nutzen davon? Was bringt das einem überhaupt? Freiheit. Freiheit im Geiste. In den Gedanken. Wer nicht immer Angst hat, das er was verlieren kann oder sich was ändert, der lebt bewusster. Der lebt freier. Eine Lüge? Nein, es ist die Wahrheit. Ich selber lebe so. Noch nicht perfekt, klar. Aber ich übe es jeden Tag. Seit über einem Jahr. Zu Beginn war es hart. Jetzt ist es normal geworden.
Kann ich mich denn überhaupt an etwas freuen? Sicher doch. Aber ist das denn so wichtig? Oder ist es wichtiger, dass man mit sich im Einklang ist? Das man die Welt so akzeptiert, wie sie ist. Das man auch andere Meinungen zulässt und nicht immer nur meint, dass nur die Eigen die richtige ist. Das lieber LeserIn, ist sehr schwierig. Zumindest war es das für mich. Ich musste mir das alles erarbeiten. Las viel. Dachte viel nach. Beobachtet. Es ist ein Prozess, der noch nicht zu Ende ist. Was auch gut so ist.
Tipp. Versuche mal im Einfachen so zu denken. Du wirst sehen, dass ich dein Leben mit der Zeit vereinfacht. Es ist aber nicht so, das die Probleme plötzlich weg sind. Die gehören zum Leben. Doch du wirst gelassener mit ihnen umgehen können. Eben, weil dir bewusst ist, das nichts beständig ist.

Sonntag, 6. August 2017

Asperger und buddhistisch Leben

Was soll dieser Titel, wirst du dich jetzt fragen. Was hat das Thema Autismus und Buddhismus gemeinsam. Wie komme ich überhaupt auf so was?
Je mehr ich sehe, wie die NT die Welt zerstören, desto mehr frage ich mich, was ich dagegen tun kann. Nicht im Grossen, sondern im Kleinen. Da bin ich auf die Reden des Buddha gestossen. Sie lesen sich in der heutigen Zeit sehr speziell. Sie sind vor 2500 Jahren geschrieben worden. Also in einer Zeit und Gegend, die mit der unsrigen nichts zu tun hat. Oder etwa doch? Diese Frage habe ich  mir gestellt. Die Antwort war verblüffend. Das was er gesagt hatte, ist auch heute noch gültig. Mir geht es nicht darum, Werbung für den Buddhismus zu machen. Sondern darum, einfach eine andere Sichtweise zu zeigen. Eine, die der Welt nicht schadet. Eine die den Mitmenschen nicht schadet. Eine, die einem selbst nicht schadet. Alles was die NT tun, oder vieles, ist immer irgendwie destruktiv. Mehr als konstruktiv. Es scheint, in der Natur der NT zu liegen, das sie lieber zerstören, als zu erschaffen. Wie auch immer.
Was hat das alles mit dem Autismus zu tun. Nun, ich konnte als ich zu meditieren begann, erleben, wie sich mein Denken und Verhalten geändert hat. Nicht von jetzt auf gleich. Das hat über ein Jahr gedauert. Ein Weg, der noch nicht zu ende ist. Der es nie sein wird. Das mach nichts. Denn ich lerne so sehr viel über mich und die Menschen. Lerne, dass es nicht immer richtig ist, was die Mehrheit tut. Lerne, dass ich einfach leben soll. Bescheiden. Nun, du kann jetzt sagen, dass geht auch ohne Buddha. Denk einfach mal nach. Ja, das habe ich getan. Aber keine befriedigende Lösung gefunden. Wieso also suchen, wenn sie schon einer gefunden hat? Eben.
Ich habe erkannt, dass die Menschen im Grunde genommen das Selbe suchen wie ich suchte. Das sie nur nicht selber auf die Idee kommen, wo sie suche müssen. Und, wenn sie es gefunden haben, merken sie, dass es nicht umsonst ist. Der Preis ist, das man üben muss. Sehr viel. Es ist Arbeit. Aber auch Vergnügen.
Heute bin ich ruhiger und gelassener. Sicher ist es auch das Alter. Ich bin ja 42. Da denkt man anders als mit 20. Aber das ist nicht alles. Es ist vielmehr dass ich erkannt habe, dass Meditation für Autisten sehr gut ist. Das auch die Erkenntnisse des Buddha helfen können sich und die Welt zu verstehen. Das man auch mal anders denken soll. Nicht immer nur in Zahlen und Fakten. Das Ideen wenn man sie zulässt, sehr hilfreich für andere sein können. Und, dass es nicht um einem geht. Sondern um alle.
Dieses Denken ist nicht einfach und hier nur an der Oberfläche skizziert. Mir geht es auch nicht darum zu missionieren. Sondern einfach zu zeigen, wie versuche in der Welt der NT klar zu kommen. Was ich ausprobiere. Was klappt und was eben nicht. Das mit dem Meditieren das klappt. Nur, man sollte es jeden Tag tun. Dabei müssen es nicht Stunden sein. Manchmal reichen auch 2 Minuten. Zeit, so wirst du erkennen, ist nicht real. Sie spielt keine Rolle. Wie ich das meine? Nun, früher dachte ich in Zeit. In Schemen. Alles musste einer gewissen Zeit zugeordnet sein. Einer Zahl. Heute habe ich das nicht mehr. Mein Leben ist dadurch viel freier geworden.
Oder einfach alles so hinzunehmen wie es ist. Nein, ich frage mich was die Ursache ist. Oft bin ich es selber. Schuld trägt niemand. Auch das eine Erkenntnis. Viel wirre Sätze ich weiss. In den nächsten Artikeln werde ich versuchen, das Ganze mal genauer aufzuzeigen. Wie ich mein Leben besser in den Griffe bekommen habe. Aber ich, wie es geschafft habe, nicht mehr auszurasten. Was ja keine einfach Sache ist. Alles Themen die für Autisten interessant sein könnten. Aber nicht nur für sie, sondern auch für NT.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Asperger und Kinobesuche

Kinos. Viele Menschen. Geraschel. Werbung. Anstehen. Lauter Sound.
Dies waren meine Vorurteile vor Jahren. Geraschel. Ok. Ja. Manchmal. Aber alle anderen Punkte? Nein. Ich gehe sehr oft ins Kino. Das kann wenn die Filme mir passen, bis zu 4 Mal pro Monat sein.
Die Frage ist nur, um welche Zeit und an welchem Tag. Sicher nicht am Samstagabend. Aber so am Samstagnachmittag. Das passt.
Viele wundern sich, dass ich gerne ins Kino gehe. Nun, ich denke, die haben einfach nicht so viel Erfahrung wie ich. Und, ich finde, Filme auf einer grossen Leinwand zu sehen, ist nicht das Selbe wie zu hause. Da kann der Fernseher noch so gross sein. An eine Kinoleinwand kommt er niemals heran.
Egal. Wieso schreibe ich das alles?
Nun, es ist doch so eine Autistenthema. Autisten in die Ferien. Zu Frisör. Ins Kino. Für alles gibt es doch heute Unterstützung. Die NT trauen uns einfach nichts zu. Dabei können sie auch nicht alles.
Autisten sollten doch einfach in einer geschützten Umgebung sein. NT fürchten sich vor uns. Sie wollen uns nicht. Sind zu sehr mit sich beschäftigt. Ja und nein.
Kino. Autismus. Ja gerne, aber keine Autistenfilme. Die schaue ich mir nicht an. Ich muss so was nicht sehen. Denn, ich bin 24h mit mir zusammen. Aber Actionfilme. Ja. Aber nicht zu brutal. Muss nicht sein. Dafür habe ich die News. Mir ist eine gute Story wichtiger als viel Action und tolle Grafik. Aber die NT die wollen lieber eine schöne Verpackung. Mir ist nach wie vor der Inhalt wichtiger. NT sind mehr auf das Äussere fixiert. Das sehe ich den Filmen immer wieder. Alles muss vom Designer sein. Alles schön. Auch wenn es kaputt sein soll. Siehe MadMax Fury Road.
Kino bedeutet auch rausgehen. In die Stadt. Unter NT. Nun, daran habe ich mich gewöhnt. Aber an eines nicht. An das geesse während des Films. Popcorn als Stichwort. Wieso die das tun, weiss ich nicht. Ich will den Film sehen und nicht essen. NT essen wann immer sie können. Muss das sein?
Auch gibt es solche die können keine 50 Min ohne Handy sein. Sie müssen immer mal wieder checken ob es eine neue Nachricht hat. Verstehe ich nicht. NT halt. Die können sich nicht mehr konzertieren. Nicht alle klar. Aber immer mehr. Damit muss ich aber leben, wenn ich Filme im Kino sehen will. Was ich auch kann. Es brauchte ein wenig Übung, aber danach war es kein Problem mehr.
Wie dem auch sei. Ich kann es nur empfehlen ab und zu einen Film im Kino anzusehen. Es ist auch eine Wertschätzung für die Macher der Filme. Und die Dinger heissen Kinofilm und nicht Fernsehfilm.

Dienstag, 18. Juli 2017

Asperger und Ferien

Es ist mal wieder Ferienzeit. Für die NT ist das die beste Zeit im Jahr. Sie sind "in den Ferien", wie sie sagen. Ein Satz den ich nicht begreife. Denn ich kann nicht in die Ferien gehen, sondern, ich habe Ferien. Auch ist für die NT Ferien gleich verreisen. Am besten mit dem Flieger. Der Umweltschutz ist egal.
Ich kann auch Ferien haben, ohne dass ich weg muss. Wieso sollte ich weg? Wenn alle anderen auch weg sind. Dann ist nur wieder Chaos und Stau an den Orten. Nein, ich bleibe zu hause. Typisch Autist? Nein. Ich habe einige Länder und Städte gesehen. War auch viel auf reisen. Heute, muss es nicht mehr sein. Dies, weil es mir zu viele Menschen unterwegs hat. Weil überall Chaos herrscht. Ruhe gibt es so nicht. Man muss immer was tun. Sich neu organisieren. Nein, das muss nicht mehr sein.
NT verstehen das nicht. Denn, wenn ich von den Ferien wieder im Geschäft zurück bin, werden sie mich fragen wo ich war. Zu hause. Bam. Das geht nicht. Sie werden es nicht verstehen. Müsse sie auch nicht. Mir ist es egal.
Jedenfalls kann ich meine Ferien so bessere geniessen, als wenn ich mit vielen Menschen am Flughafen stehe. In einem Hotel bin das voller Menschen ist. Reisen braucht Zeit. Es ist mühsam. Das alles kann ich mir sparen. Ich weiss, dass ich mit meiner Meinung und Ansicht bei den NT auf Unverständnis stosse. Aber wie gesagt, es ist mir egal. Mit Autismus hat das nichts zu tun. Ich kenne viele Autisten, die reisen sehr gerne. Wieso nicht? Ist den Reisen und Ferien nur ein Privileg der NT? Scheint so. Sie meinen, wir können das nicht. Sie kommen aber nicht auf die Idee, dass es nicht so sehr um das können geht, sondern das wollen.
Jetzt sind die Strassen fast leer. Heute war ich in einer Stadt. Fast leer. So was ist toll. So muss es sein. Ferien im eigenen Land. Es ist nie ruhiger, als wenn die NT "in die Ferien" gehen, fahren, wie auch immer.
Sie können sich auch nur so erholen. Bloss nicht zu hause sein. Was denken die anderen von mir? Die haben Probleme. Gut habe ich die nicht.
Jedenfalls wünsche ich denen  die haben, schöne Ferien und denn anderen eine gute Zeit.

Sonntag, 9. Juli 2017

Asperger und Gewalt

Sind Autisten gewalttätig? Kann ich nicht allgemein sagen. Aber diejenigen die ich kenne, die interessieren sich nicht oder nur sehr begrenzt für andere Menschen. Sprich. Gewalt ist nicht logisch und ergibt keinen Sinn. Also sinnlos. Gewalt bedeutet auch immer, sich mit anderen Menschen auseinandersetzen. Was nicht sein muss.
Anders sieht es bei den NT aus. Siehe diese Wochenende in Hamburg. Pure Gewalt. Alles NT. Klar sind nur wenige so. Aber das reicht schon um eine Stadt in einen Trümmerhaufen zu verwandeln. NT halt. Was ich aber nicht begreife ist, wieso die das tun. Das verstehen sicher sie nicht und die anderen NT auch nicht. Wie auch? So was kann man nicht verstehen.
Gewalt war noch nie die Lösung. Aber wie es scheint ist sie in der NT-Welt normal. Sie regen sich kurz auf, und vergessen ist es. Weiter geht. Naja, ich vergesse so was nicht. Und es kommt mir manchmal sehr komisch vor, mich unter Wesen zu bewegen, die fähig sind, die Welt zu zerstören. Könnten Autisten das? Ich weiss nicht. Ich denke ja. Aber sie würden es nicht tun. Alles was ausserhalb von ihnen ist, ist nicht. Nur das im Innern ist. Da kann auch ein Chaos herrschen. Sicher. Aber sie tragen es nicht gegen Aussen.
Emotionen sind doch oft der Grund für Gewalt. Nicht wahr? Sie fühlten sich eingeengt. Übergangen. Nicht gehört. Man schaut nicht zu ihnen. Was auch immer der Grund ist. NT können plötzlich ausrasten. Wie viele Video im Internet beweisen. Gibt es das auch von uns Autisten? Nein. Ich habe keines Gefunden. Und dennoch werden wir als Komische angeschaut. Als Wesen bei denen man nicht weiss woran man ist. Nun, würden sie uns kennen, dann wüssten sie, das wir friedlich sind.
Autisten sagen was sie denken. NT denken nicht und sagen nur. Dann ist das Gesagte nicht das was sie meinen. Gemein. Ich weiss. Aber sind die NT immer fair zu uns? Nein. Wir müssen uns doppelt und dreifach anstrengen. Müssen beweisen, das wir auch sind wie sie, wenn wir arbeiten wollen. Müssen am besten so werden wie sie. Nein, das wird nicht geschehen.
Was kann gegen Gewalt getan werden? Nun, ich sage immer, wer meditiert, der ist friedlich. In dem Moment gibt es nichts Schlechtes und er begeht keine komischen Sachen. Sprich, die Menschen, NT, müssten mehr meditieren. Müssten wieder mehr zu sich finden. Müssten erkennen, dass nicht nur ihre Meinung die einzig wahre ist. Respekt und Toleranz.
Wörter, die man heute ab und zu hört, aber kaum einer mehr weiss, was sie bedeuten. Wie auch, wenn man sich im Internet selber feiern kann. Was hat das mit Gewalt zu tun? Nun, viel. Denn jeder für sich. Das führt doch zu immer mehr Gewalt. Einfach weil jeder recht haben will.
Ich jedenfalls meide die Welt wo ich kann. Wenn ich nicht raus muss, gehe nicht. Und wenn in die Natur. An einen See. Einfach an einen Ort wo es friedlich ist. Was heute auch nicht mehr einfach zu finden ist.

Montag, 3. Juli 2017

Asperger und die eigene Logik

Jeder Mensch hat seine eigene Logik. Doch die meisten Menschen, NT, denken gleich. Auf die eine oder andere Art. Sonst würde die Gesellschaft nicht funktionieren. Ich beobachte an mir selber immer wieder, dass ich nicht so denke wie sie. Das ich meine komplett eigene Logik habe. Das ich nicht auf das Wert lege, auf was die NT dies tun.
Dies wird mir im Moment mal wieder so richtig bewusst. Ich kann den NT meine Logik nicht erklären. Auch mein Handeln und Sprechen nicht. Oft habe ich es versucht. Doch sie werden es nie verstehen können. Eben, weil sie nicht so denken.
Mit anderen Autisten, auch nicht mit allen, kann ich mich ohne Probleme unterhalten. Viele die ich kennen, haben ähnlich Gedanken und einen ähnliche Logik. Nur, das kommt nur noch sehr selten vor. Dies einfach, weil ich in einer Umgebung arbeite die nur aus NT besteht. Ohne Ausnahme. Das macht die Sache manchmal ein wenig einsam. Sicher ich könnte auf sie zugehen. Aber das ist nicht meine Art. Ich versuche mich einfach auf das zu konzentrieren, was ich tun muss. Da bleiben keine Gedanken mehr für das Soziale.
Nun, ich weiss nicht ob es die NT um mich stört, aber ich denke, nein. Ist einfach eine Annahme. Vielleicht frage ich sie mal.
Jedenfalls, ist das mit der Autisten-Logik ja so eine Sache. Ein Problem ist das wörtliche Verstehen. Da fängt es ja schon an. Denn, meinen und wörtliches Verstehen haben ihre eigene Logik. Ich verstehe die Sprache so, wie sie gesprochen wird, und nicht so, wie sie gemeint ist.
Dann, gehe ich an Aufgaben anders heran als die NT. Ich habe eine eigenen Methode die manchmal ein wenig chaotisch wirkt, aber am Ende, passt alles. Verstehen sie nicht.
Ich spreche oft sehr direkt. Was ich denke. NT nicht. Ihre Logik sagt, dass sie das sagen solle, was gehört werden will. Mir ist das egal. Das heisst aber nicht, dass ich nicht auf die Sprache achte. Die sollte schon anständig und nicht beleidigend sein.
Eine andere Logik ist, dass ich die Welt nicht so sehe wie die Meisten. Nicht 3D, sondern nur 2,5D. Wie ich das nenne.
Vielleicht fragst du dich jetzt, was das alles mit Logik zu tun hat. Logik ist doch denken und Aufgaben lösen. Nun, genau das ist es für mich. Und, wie gesagt, oder besser geschrieben, ich habe meine eigene Logik, die nicht so leicht in Worte zu fassen ist. Auch nach so vielen Jahren nicht.
Vielleich bin ich es auch leid, mich immer erklären zu müssen. Was ich ja nicht muss, und doch werde ich ab und zu gefragt, wie das als Autist den so ist.
Sicher es ist meine Aufgabe diese Fragen zu beantworten. Nur, den NT könnte ich ja sie selben Fragen stellen. Sie könnte sie nicht oder nur mit Mühe beantworten. Naja, es geht hier nicht darum, gegen die NT schrieben sondern es ging ja um Logik.
Logik. Logos. Verstand. Naja, der fehlt manchmal. Auch ich bin manchmal ohne Logik. Verstehe mich selber nicht. Aber verstehst du dich immer? Wohl kaum und wenn, gut für dich.
Ich jedenfalls denke manchmal sollte man nicht zu viele über all das nachdenken, und einfach das Leben so geniessen, wie es ist. Mit all dem Guten und weniger Guten. Dies sagt mir meine Logik.