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Montag, 22. August 2016

Asperger und Liebesbeziehungen

Immer mal wieder erscheint ein Asperger-Film indem gezeigt wird, das wir nicht wirklich fähig sein sollen, eine Beziehung zu haben und halten. Ich weiss auch nicht, woher das kommt. Können den dies NT besser? Nein. Die Scheidungsrate ist bei den NT sehr hoch. Auch trennen sie sich einfach mal so. Einfach weil sie sich weiter entwickeln wollen. Es nicht mehr passt oder was auch immer.
Aber bei uns, wird ein riesen Wirbel um die Sache gemacht. Die Frage ist nur, wieso?
Liebesbeziehungen sind doch menschlich. Denn einen gelingt es, den anderen eben nicht. Das hat doch nichts mit Autismus zu tun. Ich meine, können wir nicht lieben? Sind wir nicht liebswürdig? Ich denke schon. Genau wie die NT auch. Sicher, wir haben so unsere Schwächen, mit denen viele NT nicht klar kommen. Sicher sind wir anders. Aber eben, doch nicht so anders, wie die NT uns immer wieder darstellen.
Ich finde, solche Filme senden ein falsches Signal aus. Sie machen uns lächerlich. Ja zeigen den NT, das wir nicht dazu in der Lage sind. Das stimmt so nicht. Ich denke, das auch wir eine Liebesbeziehung haben können. Oder auch mehrere. Meiner Erfahrung nach, gibt es meistens nicht nur eine Beziehung im Leben. Es sind deren mehrere. Das ist doch normal nicht? Ich meine, was ist daran so verkehrt? Die NT haben dafür sogar einen Begriff. Lebensabschnittspartner. Krank nicht? Ich meine, sie gehen davon aus, das man sich wieder trennt. Sich neu verliebt. Alles normal in den Augen der NT. Nur, wenn wir das tun, gibt es gleich ein Tamtam. Nein. Das kann es nicht sein.
Wir haben auch das Recht, ernst genommen zu werden. Besonders wenn es um die Liebe geht. Wir werden untersucht.Studiert. Bücher werden über uns geschrieben. Aber nicht mit uns, sondern über uns. Das Thema Liebe wird dabei oft nur klinisch behandelt. Fast so, als ob es ein Tabuthema ist. Was es ja nicht ist. Im Gegenteil. Es ist doch nur natürlich, das man sich verliebt. Auch als Autisten.
Die Frage ist, wie stark kann man sich auf den Partner einlassen? Dieser auf einem? Nun, ich denke, das geht wenn beide wollen. Auch das ist meiner Erfahrung nach möglich. Sonst wäre ich nicht schon seit Jahren glücklich verheiratet. Auch das geht.
Nur, dann ist es was Spezielles. Etwas das nicht dem Schema der NT entspricht. Wir müssen doch in der Frage der Liebe versagen. Können das doch gar nicht. Doch, liebe NT, auch wir können das. Auch wir sind was das anbelangt, so wie ihr. Wir können jemandem genau so lieben und zu ihm halten. Wir können genau so für jemanden sorgen. Wie ihr auch.
Ich frage mich oft, woher das eigentlich kommt, das wir das nicht können sollen. Sicher wieder so eine NT-Erfindung, weil wir anders kommunizieren und wir uns für andere Dinge interessieren als sie. Weil wir anderes denken. Ja und? Das ist doch noch lange kein Grund, uns so darzustellen. Lächerlich und dilettantisch. NT sind genau so. Nur in den Filmen werden sie immer als so perfekt dargestellt. Am Ende ist immer das obligate Happy End. Bei unseren Filmen nie. Das sollte und darf so nicht sein. Die die solche Filme machen, die sollte mal mit solchen Autisten sprechen, die eine Beziehung haben die hält. Dann sähen solche Filme auch anders aus. Die würde ich sogar schauen. Nicht der Liebe wegen, sondern weil sie uns zeigen, wie wir sind. Sicher darf auch Humor dabei sei, aber nicht so, das alles nur eine Komödie ist. Auf unsere Kosten. NT würden es auch nicht mögen, wenn wir sie ins Lächerliche ziehen würden. Sie so darstellen, wie wir sie sehen. Komisch und unfähig die Welt richtig zu sehen. Wie wir. Aber darauf verzichten wir.
Ich jedenfalls denke, das wir es auch verdient haben, ernst genommen zu werden. Besonders, was das Thema Liebe anbelangt. Also liebe NT, seid doch offen für eine neue Erfahrung. Seit nicht so engstirnig. Denn dann werdet ihr merken das wir das Leben nicht kompliziert machen, sondern es mit unserer Art bereichern. Auch in der Liebe.

Freitag, 19. August 2016

Asperger und das Erkennen von NT-Signalen

Körpersprache. Eine Sache für sich. Darüber habe ich schon oft geschrieben. Jedoch ist sie für mich immer wieder interessant. Besonders die Signale die diese Sprache aussendet. Denn, sie kann nicht von allen gelesen und verstanden werden.
NT können sie ohne Probleme verstehen. Sie können so sogar kommunizieren. Beispiel Strassenverkehr oder Sitzungen. Die NT sind nicht auf die verbale Sprache angewiesen. Müssen sie dafür auch nicht. Sie verstehen sich auch so. Bei den NT gibt es ja das Sprichwort, mit Händen und Füssen haben ich es geschaffte. Sprich auch wenn sie die Sprache des Gegenüber nicht konnten, so haben sie doch bekommen was sie wollen. Beide haben sich irgendwie verstanden. Schön für sie.
Ich aber kann das nicht. Ich sehe die Signale nicht. Kann sie also auch nicht verstehen. Für NT die mich kennen, ist das kein Problem. Sie sprechen einfach mit mir, als wild mit den Händen zu fuchteln oder mit dem Gesicht irgendwelche Grimassen zu schneiden. Das sehe ich sowieso nicht.
Wie also kann ich mich dennoch in der NT-Welt zurechtfinden? Ganz einfach ich fokussiere mich auf die Sprache. Oder aber meine geliebte Frau weist mich darauf hin. Will heissen, dass ich auf Hilfe angewiesen bin. Alleine könnte ich es nicht.
Das macht es also für mich nicht einfach, wenn ich alleine unterwegs bin. Gut kann man heute einkaufen und bezahlen, ohne an einer Kasse anstehen zu müssen. Das ist nicht Meins. Ich bin froh, dass ich so keinen NT-Kontakt haben muss.
Das grenzt mich aus? Nein, sicher nicht. Denn ich fühle mich nicht ausgegrenzt. Ich habe für mich einfach einen Weg gefunden wie ich trotz Behinderung normal leben kann. Das ich so für mich auf nichts verzichten muss. Ich kann all das tun, was ich tun möchte. Klar einiges geht nicht alleine. Aber zu zweit ist das Meiste eh schöner. Insofern sehe ich das nicht als Grund an, mich schlecht oder ausgegrenzt zu fühlen. Im Gegenteil. Obwohl ich die Signale nicht sehen und verstehen kann, bin ich ein freier Mensch. Ich lasse mich dadurch sicher nicht einengen.
Ich muss mir auch ab und zu beweisen, dass ich es alleine kann. Einkaufen zum Beispiel. Sicher, manchmal gehe ich ohne meine Frau einkaufen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass ich es kann. Klar, es ist mühsamer und stressiger, aber es geht.
Wie dem auch sei. Die NT-Signale sind auch in der Werbung versteckt. Die verstehen diese scheinbar. Bei mir funktioniert sie nicht. Die Werbung. Bei den NT aber schon. Sonst würde ja keine Werbung mehr gemacht werden.
Ein glatter Fussboden im Einkaufsladen sendet das unterbewusste Signal aus, das er glatt sei. Also gehen die NT langsamer. Bleiben so länger im Laden und kaufen mehr. Bei mir klappt auch das nicht. Ich bin leider nicht empfänglich für solche Dinge. Wieso auch immer. Bei den NT aber scheinen diese Tricks ohne Probleme zu funktionieren. Klar müssen sie auch. Sie sind ja von NT für NT und nicht für Autisten. All die Signale und Zeichen in der NT-Welt sind nicht für uns. Ich muss oft überlegen was sie bedeuten. Muss sie vom Einzelnen zum Ganzen zusammenfügen. Interpretieren nachdenken. Das ist im Strassenverkehr nicht gut. Aber, ich kenne ja nach über 20 Jahen Auto fahren die Verkehrszeichen. Aber sie sind für mich immer wieder eine Herausforderung wenn ich sie in Ruhe betrachten Kann. Farben und Formen. Zeichen. Die NT können alles als Ganzes auf einmal sehen. Ich eben nicht. Aber das ist für mich kein Problem, denn ich lebe ja seit jeher so. Für mich ist so wie ich die Welt sehe das Normale.
Naja, die NT-Signale sind also nichts für mich. Trotzdem kann ich ein normales Leben führen. Was für NT nicht so leicht vorstellbar ist. Denn sie sind auf so vieles angewiesen, auf welches ich nicht bin und es geht dennoch. Mich würde mal interssieren, wenn die NT mal ihrer Fähigkeiten beraubt würden. Ich denke, sie wären verloren. Klar, sie wären es auch nicht gewohnt. Solche Dinge überlege ich mir manchmal. Wie sähe die Welt aus, wenn wir die Normalen wären und die NT die Behinderten? Anders sicher. Aber das ist ein anderes Thema. Sicher wäre aber, das wir die Signale verstehen würden. Denn es gäbe sicher nur wenige und die Körpersprache wäre abgeschafft. Dafür wäre die Sprache weiter entwickelt. Aber das sind nur Überlegungen. Gedankenspiele mehr nicht. Dennoch sind solche Gedanken amüsant. Denn sie zeigen mir, das das was die NT als wahr betrachten nicht so sein muss. Das es neben ihrer Wahrheit noch eine andere gibt. Doch welche die Richtige ist, das weiss niemand. Es spielt auch keine Rolle. Wichtig ist doch nur, das man selber im Leben zurechtkommt und sich nicht durch die Meinung anderer einschränken lässt. Signale hin oder her.

Dienstag, 16. August 2016

Asperger und die Bezugsperson

Was ist das, eine Bezugsperson? Was verstehe ich darunter? Geht es einfach darum jemanden am Arbeitsplatz oder im Privaten zu haben, an den man sich wenden kann?
Nein. Der Name Bezugsperson ist nach meiner Definition unglücklich gewählt. Er müsste Brückenperson heissen? Wieso das? Nun, diese Person oder Personen sind für mich die Verbindung in die NT-Welt. Sie sind wichtig. Denn ohne sie würde ich den Bezug zu der NT-Welt verlieren.
Die wichtigste Person, ist sicher meine geliebte Frau. Sie ermöglicht es mir, dass ich mich in meinem Leben zurecht finde. Aber auch, dass ich merke, dass ich lebe. Sie ermöglicht mir auch, dass ich raus komme. Einkaufen gehe. Dies nicht einfach nur tue, sondern auch noch meinen Spass daran habe. Ohne sie, wäre das nicht so.
Auf Arbeit habe ich auch solche Personen. Sie sind für mich wichtig, dass ich überhaupt arbeiten kann. Klar, ich kann dies auch ohne sie. Aber es ist mir wichtig, dass sicher immer mindestens eine dieser Personen anwesend ist. Das reicht schon. Sprechen muss ich sie nicht unbedingt.
Was aber, wenn keine dieser Personen anwesend ist? Nun, dann beginnt sich langsam das Tor zur NT-Welt zu schliessen. Dieser Vorgang dauert etwa zwei Tage. Danach ist es mir nicht mehr möglich in der NT-Welt zu sein. Mit dem Körper ja, aber nicht mehr mit dem Geist. Dem Verstand. Dieser Zustand wird erst dann wieder aufgehoben, wenn mindestens eines dieser Personen wieder anwesend ist.
Das macht die Sache nicht einfacher, wenn man darum weiss. Nur, ich wusste eben lange nicht, das dem so sein muss. Fast mein ganzes Leben habe ich ohne dieses Wissen verbracht. Heute wird mir deshalb auch so eines klar. Klar, wieso so Manches schief lief. Sicher ist nicht alles darauf zurück zu führen, aber doch so einiges.
Wie dem auch sei. Das ist meine Eigenart. Sie trifft nicht auf alle Autisten zu. Jedoch ist meine Erfahrung, das sie mindestens eine Coach haben sollen. Dieser kann sie auf so Manches hinweisen. Kann ihnen helfen, dass sie sich in der NT-Welt zurechtfinden können.
Will heissen, dass für mich die Brückenpersonen NT sein müssen. Sie müssen der NT-Welt angehören. Sie verstehen. Das können, meiner Erfahrung nach, nur ausgebildete Menschen sein. Solche die jahrelange Erfahrung mit Autisten haben. Denn sonst kann es schief gehen.
Sicher denken jetzt einige, dass ich von diesen Personen abhängig bin. Also nicht sein kann ohne sie. Nein, dem ist nicht so. Wenn ich eines gelernt habe, dann dies, das niemand immer bei einem sein kann.
Aber ich denke dass es wichtig ist dass für den jeweiligen Lebensabschnitt immer die selben Personen da sind. Wenn diese wegfallen, wird es schwierig. Denn es muss eine neue gesucht werden, was nicht so einfach ist. Denn es gilt zuerst die entstehende Kriese zu bewältigen. Deshalb macht nicht nur eine Person Sinn, sondern mindestens zwei. Das aber trifft auf mich zu.
Meine Frau aber, sie ist wichtiger als alle anderen Personen zusammen. Denn sie ist nun mal meine Frau. Will heissen, dass sie für ich den höchsten Stellenwert hat. Was logisch ist. Für mich jedenfalls. Ich bin auf sie angewiesen. Was auch so sein sollte. Klar konnte ich ohne sie leben. Was ich vor ihr ja tat. Aber heute will ich nicht mehr ohne sie sein. Was ein Unterschied ist. Jedenfalls erklärt sie mir auch heute, nach vielen Jahren, Dinge die für sie einfach un logisch sind, die ich aber nur schwer verstehen kann. Dies tut sie geduldig.
Ich denke das ist es was eine solche Person aufbringen muss. Geduld und Verständnis. Denn ohne die beiden Dinge geht es nicht. Würde alles sinnlos werden.
Ich jedenfalls bin für mich froh, dass ich dies erkannt habe und auch erleben darf. Denn es hilft mir sehr. Im Privaten wie im Beruf. Es ist für mich nicht eine Erniedrigung, dies zuzugeben, sondern wichtig. Denn ich denke, viele getrauen sich auch nicht, zuzugeben, dass sie solche Personen brauchen oder sie wissen nicht, dass sie solche Personen unterbewusst für sich zu Brückenpersonen gemacht haben.

Samstag, 13. August 2016

Asperger und die Sinnfrage

Die Sinnfrage ist eine Frage die nicht einfach zu beantworten ist. Denn es geht für mich nicht um den Sinn des Lebens, sondern um den Sinn in dem was man tut.
Von Autisten höre ich immer mal wieder, dass sie keine Sinn in dem sehen, was sie tun. Das sie nicht motiviert sind überhaupt etwas zu tun. Nun, das nicht einfach so zu leben. Denn so tut man überhaupt nichts. Man versinkt in sich selber. Kann nichts mehr tun. Weder für sich, noch für andere.
Ich hatte das auch mal. Alles ergab einfach keinen Sinn mehr. Alles war sinnlos geworden. Egal was ich tat. Nichts konnte mich mehr motivieren. Die Frage ist, wie habe ich es geschafft, allem wieder einen Sinn zu geben.
Nun, ganz einfach. Ich erkannte, dass wenn ich nichts tue und meine Einstellung nicht ändere, ich nicht mehr unabhängig sein kann. Ich nicht mehr selbstständig sein kann. Ich kurz gesagt, abhängig werde. Das wollte ich nicht. Also begann ich in allem was ich tat, einen Sinn zu sehen. Alles was ich tue, ist für etwas gut. Auch wenn sich mir den Sinn und Zweck des Handelns nicht gleich erschliesst. Manchmal brauch es Jahre bis ich den Sinn von etwas erkenne. Aber ich erkenne ihn. Sprich ich erkenne, das alles was ich tue immer einem Zweck und einem Sinn dient. Das aber zu begreifen, war nicht einfach.
Die Sinnfrage ist nicht, das alles was man tut, man bis ins letzte Detail begreifen muss. Das würde zu lange dauern. Auch würde man so nie mit etwas beginnen. Beispiel. Hätte ich über den Sinn dieses Blogs nachgedacht. In allen Details, wäre ich immer noch nicht dabei ihn zu schreiben. Nein, ich habe einfach mal begonnen. Was daraus werden würde, das konnte ich nicht wissen. Das war mir auch nicht wichtig. Ich begann einfach mal. Heute sehe ich denn Sinn. Er wird von vielen Menschen auf dem Planeten gelesen. Und das schöne ist, es werden immer mehr. Hätte ich das erahnen können? Nein sicher nicht. Das ist nur ein kleines Beispiel wieso es keinen Sinn ergibt, immer in allem einen Sinn zu sehen. Oft sieht man ihn eben nicht sofort.
Ich weiss, das Autisten damit ein grosses Problem haben. Denn alles was sie tun, muss einen Sinn ergeben. Sie wollen ihn zuerst wissen und erkennen. Ich denke, das ist einer der Gründe, wieso Autisten nicht so produktiv sind wie die NT. Diese hinterfragen nicht alles. Sie tun es einfach mal und schauen dann, was dabei raus kommt.
Ich gehe heute ähnlich wie die NT vor. Nur, dass ich mir sage, dass alles einen Sinn ergibt. So motiviere ich mich selber. So komme ich in die Handlung. Ohne diesen Gedanken, würde ich nie mit etwas beginnen. Ich würde einfach sein. Ja, depressiv werden. Würde in mir selber versinken. Die ganze Welt wäre böse und gegen mich. Nein, das ist kein Leben das ich will. Aber, ich kenne Autisten, denen geht es leider genau so. Sie haben einfach noch nicht erkannt, das Handeln und das Denken einfach nicht das Selbe ist. Ich dachte immer, das wenn ich was denke es getan ist. Nein, dem ist leider nicht so. Denken ja, aber dann auch handeln. Sich entscheiden. Ohne immer den Sinn der Sache zu kennen.
Dass das nicht so einfach ist, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Ich musste sehr vieles über mich lernen. Aber auch, wie die Welt der NT funktioniert. Denn nur so konnte ich wieder in das Leben zurückfinden. Konnte wieder eine Beziehung haben, wieder arbeiten. Wieder ICH sein. Der Weg war nicht einfach. Aber ich denke, dass er sich gelohnt hat. Der Sinn von alledem ist, das ich heute wieder ein eigenständiges Leben führen kann. Das ich wieder zufrieden sein kann. Das ich wieder meinen Beitrag leisten kann.
Aber, ohne die Hilfe vieler Menschen, hätte ich das nicht geschafft. Klar, ich musste es selber erkennen. Sicher. Aber das ging nur, weil mir viele Menschen geholfen haben. Weil ich nicht alles alleine tun musste. Und, weil ich erkannt habe, auch mal Hilfe anzunehmen. So konnte ich die Sinnfrage für mich beantworten.

Dienstag, 9. August 2016

Asperger und das nicht einfache Leben

Die Welt der NT hat Regeln. Sie hat Normen. Sie hat besonders Vieles, was nicht ausgesprochen wird. Konventionen die NT einfach können. Vieles von dem erleichtert den NT das Zusammenleben. Ohne diese Normen und Konventionen gäbe es noch mehr Chaos als sonst schon herrscht.
Nur, ich kann damit nicht viel anfangen. Konventionen? Normen. Klar, kenne ich einige. Aber sicher nicht so viele wie die NT. Auch muss ich immer überlegen, wie ich mich verhalten soll. Mal kommt es gut, mal nicht.
Bin ich in meiner gewohnten Umgebung, sei es zu Hause oder auf Arbeit, dann ist es kein Problem. Aber sobald ich mit anderen NT in Kontakt komme die ich nicht kenne, wird es schwieriger für mich. Ich muss dann sehr viel denken und überlegen. Eben, weil ich dann nicht so sein kann, wie ich bin. Autist.
Alles in allem ist das Leben unter den NT nicht einfach. Für mich nicht. Und sicher für viele von euch auch nicht. Ich habe einfach das Glück das ich sehr viele verständnisvolle Menschen kenne. Das war aber nicht immer so. Den grössten Teil meines Leben verbrachte ich als sogenannter Normaler und Normalen. Ich wusste ja nichts von Asperger und Autismus. Das hat mir in all den Jahren sehr viel Stress verursacht. Zuviel. So viel, dass ich mein ganzes Leben überdenken musste. Ich musste alles hinter mir lassen und neu beginnen. Das war nicht einfach. Denn ich musste feststellen, das mein Leben eine Art Lüge war. Das nichts so war, wie es schien. Musste also zu mir finden. Musste lernen ich zu sein. Das hat mein Leben zu Beginn noch viel schwieriger gemacht. Das war damals, vor Jahren.
Heute ist es einfacher. Aber eben, nur so lange wie ich da bin, wo ich sein will. Wenn nicht, ist das Leben anstrengend und voller Fallen. Fallen in die ich immer mal wieder reintappe. Die Unverständnis auslösen können. Ja, sogar, das sich NT von mir abwenden. Eben, weil sie nichts wissen, was mit Autismus zutun hat. Weil sie sich nicht vorstellen können, dass ich anders, wir anders, sind. Erklären, was Autismus ist, das habe ich schon vor Jahren aufgeben. Es bringt nichts.
Ich erlebe immer wieder Autisten, die ganz ok sind. Mit denen ich ohne Probleme sprechen kann. Die eine sehr angenehme Art haben. Aber eben, nur so lange wir unter uns sind. Wenn ein NT dazu kommt, ist es damit aus.
Manchmal frage ich mich, wieso das so ist. Ich meine, wenn ich alleine zuhause bin, habe ich kein Asperger. Nur wenn ich draussen bin. Bei den NT. Das jedenfalls ist mein Eindruck. Der kann auch täuschen. Denn ich kann mich ja nicht selber von Aussen wahrnehmen. Kann mich nicht selber erleben.
Jedenfalls ist das Leben als Autist in einer Welt, die nicht für uns gemacht ist, nicht einfach. Nur, damit muss ich klar kommen. Ob ich will oder nicht. Ich muss. Denn, wenn ich es nicht tue, so habe ich keine Chance auf ein eigenständiges Leben. Ich würde abhängig sein. Abhängig von der Launen von NT. Von Berater und Psychologen. Nein, dass muss nicht sein. Will ich auch nicht. Also versuche ich, das Beste aus dem zu machen, was ich habe und kann. Was ich bin. Das das nur unter bestimmten Bedingungen gelingt, weiss ich heute auch. Damit aber kann ich gut leben. Besser so, als gar nicht. Und ich liebe Herausforderungen. Also ist ein nicht ganz einfaches Leben genau richtig für mich. Auch wenn ich mir manchmal wünsche, das dem nicht so ist. Das es einfacher sein müsste. Nun, ist es eben nicht. Also stelle ich mich dem nicht einfachen Leben.

Samstag, 6. August 2016

Asperger und eine Sichtweise auf die NT

Wie die NT uns Autisten sehen, das weiss ich. Es gibt ja viele Bücher und Berichte. Von NT über uns. Doch wie sehen Autisten die NT? Nun, sicher, mit den Augen. Aber wie ist die Sichtweise auf sie? Die NT.
Nun, sie sind für mich irgendwie immer komischer. Ich weiss nicht. Vielleicht liegt es am älter werden. Oder aber, ich sehe die NT heute mit anderen Augen als noch vor Jahren. Wenn ich mir die Welt und die NT so ansehe, dann sehe ich immer nur Chaos. Aber nicht nur das. Ich sehe auch, dass die NT immer egoistischer werden. Es geht immer nur um sie. Sie sie und nochmals sie. Auch sind sie nur noch damit beschäftigt, was sie haben und nicht sind. Sie wollen immer mehr haben uns sein, als das sie sind. Verstehe ich nicht. Nur, sie sind nie mit dem zufrieden, was sie haben uns sie.
Sie wollen immer mehr. Sie wollen, dass alle so sind wie sie. Wer nicht so ist, wie sie, der fliegt raus. Der darf nicht dabei sein. Die NT wollen nur solche NT um sich, die so sind wie sie selber. Alles andere würden sie eh nicht verstehen. Ist ein wenig gemein. Ich weiss. Aber ich erlebe sie nun mal so.
Ich selber versuche ein Teil dieser Welt Gesellschaft zu sein. Aber es gelingt mir immer weniger. Wieso? Eben, weil ich immer mehr Unterschiede zu ihnen, den NT, verstelle. Unterschiede, die mich manchmal nachdenklich machen, manchmal traurig. Aber meistens nehme ich sie einfach zur Kenntnis. Was bleibt mir anderes übrig?
Die NT wollen uns Autisten nicht unter sich. Sie wollen das wir ihre Probleme lösen. Aber bitte, wir sollen sie sonst in Ruhe lassen. Wieso den das? Nun eben, weil wir sie nicht ansehen. Anders sprechen. Anders sind. Anders reagieren. Das verstehen sie nicht. Das können sie auch nicht verstehen. Denn sie halten sich ja für das Zentrum des Universums. Das habe ich von einem NT, ist also nicht von mir. Nun, diesen Satz habe ich immer und immer wieder überprüft. Das witzige ist. Er stimmt. NT halten sich echt für das Zentrum des Universums. Ich als Autist, nicht. Ich bin einfach ein Teil der Welt. Mehr nicht. Aber mir käme es nicht einmal in den Sinn so zu deine. Zentrum des Universums.
Wie auch immer. Ich sehe einfach, dass die NT immer mehr sich von der Welt entfernen. Geistig. Sie sind mit ihren Handys beschäftigt. Mit sich. Sie haben Angst. Sind verwirrt. Also ehrlich? Wer will so leben? Ich nicht. Nun, ich bin nichts besonderes. Sicher nicht. Aber die Diagnose hat mir gezeigt, wieso ich aus ihrer Sicht, so komisch bin. Nun, nicht ich bin es, sie sind es. Ich verstehe sie nicht, die NT. Nur, ich gebe mir Mühe, sie zu verstehen. Versuche ihre Sprache zu sprechen. Gelingt es mir? Nein.
Heute hatte mich meine Frau auch wieder auf etwas aufmerksam gemacht. Ich sei jemand zu nahe gekommen. Das merke ich nicht. Ich kann ja die Umgebung und andere Menschen leider nicht wahrnehmen. Also bin ich ihr dankbar, dass sie mich darauf hingewiesen hatte. Für einen NT muss das komisch gewirkt haben. Jedoch haben sie nichts gesagt. Das verstehe ich dann auch wieder nicht. Egal, was ich damit mit sagen will, ist, dass ich angewiesen bin, dass ich ab und zu auf Dinge in der NT-Welt hingewiesen werde. Denn, ich nehme weniges wahr. Aber ich versuche so gut ich kann die Welt wahrzunehmen. Was die NT leider nicht mehr tun. Es geht immer nur um sie. Sie wollen, sie sind. Sie sie sie. Nein, so leben, das wäre nichts für mich. Echt, liebe NT, ist das nicht anstrengend, immer zu müssen. Immer allem gerecht zu werden. Nicht zu wissen wer man ist? Ich stelle mir dies sehr mühsam vor. Aber, vielleicht ist es das gar nicht. Denn für sie ist es normal. Für mich eben nicht.
Ich habe mir der Welt schon so einige Probleme, da müsste ich nicht noch so sein wie sie. Oder? Vielleicht hätte ich auch weniger Probleme, wenn ich so wäre wie sie. Keine Ahnung. Jedenfalls, sehe ich die NT heute anderes als damals. Aber es ist nicht so, dass ich nichts mit ihnen zu tun haben will. Nein. Manchmal bin ich gerne unter Menschen. Nicht oft, aber es kann vorkommen. Und, so lerne ich immer wieder was dazu. So kann ich meiner Sichtweise auf die NT mal was hinzufügen, oder auch mal was wegnehmen. Ich jedenfalls finde es spannend, den NT beim leben zuzusehen.

Mittwoch, 3. August 2016

Asperger und das Stigma

Wir können nicht kommunizieren. Können nicht mit anderen Menschen umgehen. Sind Genies. Eigenbrötler. Sind nicht für die NT-Welt zu gebrauchen. Sind komisch. Sind nur auf und bezogen. Sind nicht fähig uns um andere zu kümmern. Stigmata.
Naja, stimmt denn das alles? Ich meine, sind wir wirklich das alles, was ich Oben geschrieben habe? Sicher ein Teil mag auf einzelne zutreffen. Sicher. Aber nicht alles. Nur, viele NT denken eben genau so von uns. Sie sagen und behaupten Dinge über uns, die so nicht stimmen. Eben, weil sie uns nicht kennen. Sie haben Vorurteile. Meine, nur weil sie RainMan gesehen haben, sie wissen was Autismus ist. Dabei ist das ein sehr schlechtes Beispiel. Aber es ist das was ich immer wieder zu hören bekomme. Ich weiss auch nicht wie wir dieses Stigma loswerden können. Wahrscheinlich nie.
Nun ja, die Frage ist also. Wie lebt es mit diesen Stigmata? Ganz gut. Ich selber habe keine Probleme damit. Weil sie mich nicht interessieren. Sollen sie denken was sie wollen. Wenn sie Fragen haben, die NT, geben ich gerne Auskunft. Aber eben, das ist dann nur meine Sichtweise. Die ist auch nicht absolut. Aber ich versuche, so gut ich kann, objektiv zu sein. Was nicht immer gelingt. Naja, ich bin eben auch nur ein Mensch. Einer der versucht, sich nicht von dem gefangen zu nehmen, was NT so alles von uns behaupten.
Nun, ich kann vieles, was sie meinen, wir können es nicht. Und das Tolle ist, ich kenne viele die das was ich kann, auch können. Autisten. Zum Beispiel Autofahren. Alleine wohnen. Arbeiten. Selbstständig sein. Das alles so wird oft behauptet, können wir nicht. Wenn nur mit Hilfe. Nun, die NT brauchen auch Hilfe. Beim Wohnen. Nicht alle können das. Nicht alle können oder wollen arbeiten. Wo also ist das Problem mit uns? Ich meine, nur weil wir Autisten sind, heisst das nicht, das wir nichts können. Oder nur das was uns interessiert. Theorie und komische Gedanken der NT halt.
Für mich zählt das nicht. Ich lebe so wie ich es will und nicht so, wie es von den NT für uns wie vorgeschrieben ist. Das wir nichts selber tun können. So ein Witz.
Viele die ich kenne, fahren Auto. Haben auch Partner. Kinder. Wieso nicht? Sind wir denn nicht auch einfach nur Menschen? So wie die NT auch nur Menschen sind. "Nur", weil wir eben nicht mehr sind. Einige NT aber meinen, sie seinen Mehr. Mehr alles alle anderen. Naja, sie sind dann eben auch nicht normal. Aus meiner Sicht. Das ist aber ein anderes Thema.
Jedenfalls haben wir Stigmata. Wir werden sie auch nicht los. Jedoch ist es aber auch so, das von vielen wunderbaren Menschen eine enorme Arbeit geleistet wird, das sich dies ändert. Es gibt immer mehr Menschen, denen das Wort Autist was sagt. Nicht nur RainMan. Sondern Asperger. Es gibt ja auch viele Bücher und Filme. Wobei die manchmal fragwürdig sind. Aber das spielt für die Sache keine Rolle.
Die NT, so denke ich, wollen sehen das wir anders sind, aber doch irgendwie wie sie. Das sie von uns keine Angst haben müssen. Das sie nicht denken müssen, wir wollen ihnen was Schlechtes. Sicher nicht. Im Gegenteil. Es geht doch darum, das wir alle voneinander lernen und auch profitieren.
Ich jedenfalls lernen viel von den NT. Und ich denke, das auch NT von uns einiges lernen könnten. Wenn sie den wollten. Sagen ist immer das Eine, Tun das andere. Viele NT sagen es, das sie von uns lernen könnten, aber tun es eben nicht. Weil sie nur das kennen, was sie eben kennen.
Dürfen wir das Selbe was NT mit uns tun, auch mit ihnen tun? Nun, ja sicher. Jedoch würden uns die NT nicht zuhören. Deshalb lasse ich so was. Denn sie können sich eben nicht vorstellen, das es Menschen gibt die anders gleich sind. Die aussehen wie sie, aber ganz andere Eigenschaften haben. Eigenschaften die die NT bewundern aber auch fürchten. Denn niemand sollte etwas besser können, als sie. Einige von uns können Dinge die sich ein NT nicht einmal vorstellen kann. Auf der anderen Seite können NT Dinge, die ich mir nicht vorstellen kann. Wer also ist besser? Keiner. Alle sind doch gleich nur eben anders ausgeprägt.
Wem die Stigmata gleich sind, der hat ein einfacheres Leben. Denn wen man sich nicht immer Gedanken macht, was andere über einem denken, so hat man auch mehr vom Leben. Man kann sich sein. Und muss eben nicht so leben, wie es die anderen meinen das es richtig sei. Denn, was wissen die anderen schon von einem? Nichts sie sehen die Hülle. Hören die Stimme. Sehen das Werk. Aber sie sehen nicht in den Menschen. Wie also wollen sie urteilen, wenn sie doch kein Wissen darüber haben, was wirklich in einem Menschen vorgeht?

Sonntag, 31. Juli 2016

Asperger und Panik

Panik. Was ist das? Diese Frage stelle ich mir oft. Denn sie ist für mich nicht fassbar. NT die kriegen sehr schnell Panik. Sie rennen dann einfach davon.Schreien. Das sieht man immer wieder in den News.
In der heutigen Zeit so denke ich, ist es ein kleiner Schritt vom Normal zur Panik. Die NT sind immer innerlich angespannt. Jederzeit bereit auszurasten. Panik zu kriegen.
Doch sind wir Autisten anders? Können wir Panik kriegen? Nun, ich weiss es nicht. Ich denke aber, das wir sie auch kriegen können. Nur, dass sie sich anders äussert. Nicht im wilden Herumgefuchtel und Gerenne der NT sondern im Stillen. Ohne Worte nichts. Es mag also scheinen, als ob wir keine Panik kriegen könnten. Aber ich denke, eben, dem ist nicht so.
Etwas darüber gelesen habe ich bis jetzt noch nicht. Auch habe ich es bei anderen Autisten in all den Jahren noch nicht beobachtet. Aber eben, das heisst nicht, dass es sie bei uns nicht gibt.
Bei den NT aber ist sie normal. Ich lese immer wieder das sie in Angst waren. Oder eben eine Panik ausbrach. Auch versuchen sie immer, wenn was passiert, das eben keine Panik ausbricht. Sie ist also für NT etwas Normales. Sie denken nicht mal darüber nach. Wieso sollten sie auch. Es gehört einfach dazu, mal in Panik zu geraten. Alles normal.
Für mich aber ist dies eben nicht normal. Ich stelle immer wieder fest, dass ich nicht wie sie bin. Die NT. Ich kriege keine Angst, keine Panik. Kann auch nichts dafür. Das macht das Leben aber nicht etwa einfacher. NT denken immer, das dem so sein muss. Ist es aber eben nicht. Wieso? Weil ich die Menschen, NT, nicht verstehen kann. Wenn sie eben so komisch reagieren. Auch wenn ich es noch so versuche, es geht einfach nicht. Ich kann es nicht. Ist das schlimm? Nun, für mich sicher nicht. Aber für die NT erscheine ich wie eine Bedrohung. Denn, wer das nicht empfinden kann, was sie empfinden, der MUSS schlimme Dinge tun können. Nur, sie irren. Ich kann das nicht. Denn es ist wider meiner Natur. Mir geht es nicht darum jemandem zu schaden, sondern eben zu helfen. Das verstehen sie aber nicht. Denn, wer keine Panik kriegen kann, der kann sie leicht erschaffen. Bei den NT. Wie soll jemand, der keine Panik oder Angst kriegen kann, diese erzeugen, wenn er nicht weiss was es ist? Wie soll das gehen?
Wie dem auch sei. Die Welt der NT ist voller so Dinge wie Angst un Panik. Die sehen einfach immer alles negativ. Wieso die Welt nicht mal positiv sehen? Wieso nicht versuchen, wenigstens in seinem Umfeld Frieden zu haben? Wieso nicht?
Nun, die NT die wollen eben immer. Wer sich ihrem Wollen nicht anpasste, der hat ein Problem. Besonders, wenn es viele sind, die das Selbe wollen. Beispiel. Feieren auf öffentlichen Plätzen. Die NT verstehen nicht, das dies die Anwohner stören könnte. Sie verlangen, das diese wegziehen. Nur, die Anwohner sind wütend. Rasten aus. Panik. Das kann doch kein Leben sein? Oder etwas doch? Ich jedenfalls bin froh, bin ich nicht so wie die. Auch dass ich nicht zu ihnen gehöre. Da muss man sich ja schämen.
Wenige NT können mit Panikmache viele NT kontrollieren und beeinflussen. Genau das wird immer und immer wieder gemacht. Die Angst hilft auch immer wieder. Damit kriegt man grosse NT-Massen dazu das zu tun, was man von ihnen will. Absurd, aber es ist so. Verstehen tue ich das nicht.
Die Frage ist also, wer da wem leid tun sollte. Wir Autisten den NT oder sie uns? Ich denke eher, sie uns. Denn sie haben echt eine komische Sichtweise auf sich und die Welt. Ich sage nicht, das mein, unsere besser ist. Aber sie ist anders. Und ich denke, die NT sollten uns mal fragen, wie wir die Welt sehen und versuchen auch mal was von uns zu übernehmen. Ich jedenfalls versuche auch von den NT zu lernen. Denn, nicht alles was sie tun, ist schlecht. Vieles ist auch gut. Wenn da nur nicht immer ihre Emotionen wären. Die sind ihnen oft im Weg. Auch wenn sie dies nicht wahrhaben wollen. Auf der anderen Seite macht doch dies genau den Menschen aus. Die Emotionen. Die Panik ist da eben ein Teil von dem Allem. Also rein menschlich. Ich denke, deshalb denken sie auch nicht darüber nach wenn sie über sie sprechen oder sie haben. Sie ist eben normal. Für sie ja, aber eben, doch nicht für alle Menschen.

Donnerstag, 28. Juli 2016

Asperger und die Handy-Sucht

NT haben viele Eigenschaften, die ich nicht habe. Sie haben ein breiteres Sichtfeld als ich. Sie können die anderen wahrnehmen. Ja, die Umgebung wahrnehmen. Das kann ich nicht. Ich muss mich also viel mehr auf mein Umfeld konzentrieren, als die NT. Sie können es einfach.
Nur, in den letzten Jahren habe ich festgestellt, das die NT das auch nicht mehr können. Wieso? Weil sie nur auf ihr Handy fixiert sind. Sie nehmen nichts mehr wahr. Die anderen Menschen. Die Umgebung. Den Verkehr. Nur noch das Handy zählt. Verrückte Welt ist das. Ich meine, die sind nicht behindert. Machen sich aber immer mehr dazu.
Auch haben sie nicht mehr die Zeit miteinander zu sprechen. Gruppen von NT. Alle starren auf ihr Handy. Manchmal frage ich mich, was daran so interessant ist. Auch, was sie mit dem Ding eigentlich tun. Ich tue mit meinem Handy fast nichts. SMS schreiben. Mal was kurz im Internet nachsehen. Aber die meiste Zeit des Tages haben ich es nicht einmal in den Händen. Die NT so scheint es, können sich keine Sekunde mehr von ihm trennen. Es ist ihnen näher, als der eigene Partner. Manchmal denke ich, die NT lieben ihr Handy mehr, als alles andere auf der Welt. Alles ist weniger wichtig als dieses Ding.
Sie können mir nicht damit kommen, dass sie nicht handysüchtig sind. Sie können nicht einmal mehr schlafen ohne daran zu denken. Was neuste Studien gezeigt haben. Besonders betroffen sind die Jungen. Naja, die NT sagen, wir seinen vom Autismus betroffen. Von was sind sie denn betroffen? Vom Handy-Syndrom? Gibt es dagegen ein Heilmittel? Nein. Leider nicht. Denn sie können nicht ohne sein. Genau so, wie ich nicht einfach kein Autist sein kann. Auch wenn ich nicht daran denke, so bin ich es dennoch. So muss es den NT mit dem Handy gehen. Es ist ihnen näher als alles andere. Komische Welt ist das.
Ich meine, DIE bezeichnen sich als NORMAL. Ist das noch normal? Aus meiner Sicht nicht. Aber aus ihrer Sicht sicher. Denn viele sind so. Klar, sie nerven sich ab den anderen, aber selber sind sie auch nicht besser. Jeder der in den ÖV unterwegs ist, weiss was ich meine. Totenstille. Keine Geräusch. Keine Diskussion. Nichts. Ausser das unwichtige Geplapper irgend einer Person. Aber auch diese gebraucht ihr Handy. Ergo, die Welt, die NT, verwandeln sich immer und immer mehr in Zombies. Sie nehmen nichts mehr wahr. Verstehe ich nicht. Ich hätte gerne manchmal nur eine ihrer Eigenschaften. Und sie? Sie haben sie und nehmen sie sich selber weg. Das also ist NORMAL? Nein ist es nicht. Aber es ist der Lauf der Welt. Der Dinge.
Ich jedenfalls bin froh, dass ich nicht so bin. Denn die Welt ist auch so schon sehr anstrengend für mich. Da muss ich mir nicht noch mehr Probleme machen, als ich mit der Welt eh schon habe. Das Handy ist für mich einfach nur die Verbindung zu meiner Frau. Mehr nicht. Klar bin ich auf dieses Ding angewiesen. Aber ich kann es auch einfach mal nicht sehen. Es kann einfach in einem anderen Raum sein. Wie jetzt gerade. Es muss nicht immer in meiner Nähe sein.
Ich weiss aber von NT, die können nicht mehr ohne. Sie haben Angst, das sie was verpassen. Das ihnen jemand schreibt und sie nicht innert SOFORT zurückschreiben. Das sie dann abgeschrieben sind. Naja, dieses Sorgen möchte ich mal haben.
Die wissen nicht, wies es ist, wenn man nicht mehr zu ihnen gehört. Anders ist. Die Welt anders sieht. Anders denkt. Vieles nicht versteht. Davon haben sie keine Ahnung. Wieso? Weil es eben noch keine App gibt, die ihnen dies erklärt. Ist doch so nicht? Die NT brauchen, wie es scheint, für alles eine App. Alles muss im Handy verfügbar sein. Wobei. Nicht Handy. iPhone. Das sagen mir dessen Besitzer immer wieder. Es sei ein iPhone. Nun, für mich ist es einfach ein Handy. Aber eines das die Menschen abhängig macht. Wie es scheint, haben sie durch seinen Besitz ein besseres Gefühl. Sie sind mehr. Denken sie. Sie gehören dazu. Denken sie. Nein, sie sind einfach NT die nichts begriffen haben. UND, die süchtig sind. Die von ihrer Sucht nicht mehr loskommen. Die auch nicht von ihr loskommen wollen. Weil, wie bei allen Süchtigen, sie eben nicht süchtig sind. Sie erfinden Ausreden wieso gerade sie JETZT dieses Ding brauchen. Alles ist immer plausibel. Doch seien wir mal ehrlich. Es sind einfach nur Ausreden. Mehr nicht. Sie verbrauchen sehr viel Zeit nur um sich mit diesem blöden Ding zu beschäftigen. Bilder anzusehen. Zu spielen. Oder einfach die Zeit rumbringen. NT können nämlich eine Sache nicht ertragen. Langeweile. Ich denke das ist der Grund, wieso immer mehr von ihnen handysüchtig sind oder werden. Es wird auch immer mehr zur ihrer Welt. Nun, ich lebe in meiner Welt. Meinen Gedanken. In mir. Aber sie nicht. Sie leben durch ein Stück Plastik und Metall. Verstehe ich nicht. Muss ich auch nicht verstehen. Versteht ihr es?

Montag, 25. Juli 2016

Asperger und die Medien

Medien sind für mich unverzichtbar. Aber sie schreiben auch sehr vieles, welches mehr zur Verwirrung als Klarheit beiträgt. Die jüngsten Ereignisse zeigen, wie die Medien alles aufbauschen. Wie sie Ängste bei den NT schüren. Wie sie dafür sorgen, dass die Menschen ihre Meinung haben.
Auch über den Autismus lese ich immer wieder komische Dinge. Auch werden wir immer als behindert und unheilbar dargestellt. Unheilbar von was? Ich meine, kann man das NT-Syndrom heilen? Nein. Unseres auch nicht. Muss es geheilt werden? Nach den Medien. Ja. Aber wir wollen das nicht. Weil wir normale Menschen sind. Einfach nicht der sogenannten Norm entsprechend. Aber doch normal.
NT aber stellen uns in den Medien immer als krank dar. Dabei sind sie es, die krank sind. Die Geilheit nach Tod und Terror. Alles muss ausgeschlachtet werden. Die Meschen werden mit solchen Nachrichten bombardiert. Bis zum geht nicht mehr. Wie es aber scheint, können die NT nicht genug davon kriegen. Auch wenn sie immer mehr und mehr Angst haben. Die Medien sorgen für Nachschub.
Im Grunde genommen müssen wir ANGST vor ihnen haben. Denn sie sind es, die die Welt zerstören. Nicht wir. Sie sind es, die all Gräueltaten begehen. Nicht wir. Würde aber ein Autist so was machen. Nun, darüber habe ich auch schon geschrieben. Dann würden die Medien das ebenfalls hypen. Würden dafür sorgen, das alle Autisten Terroristen sind. Was wir ja nicht sind. Wir wollen un Ruhe gelassen werden. Und, wieso so was tun? Das ist nicht logisch. Aber die NT scheinen eben eine andere Logik zu haben. Eine, die ich nicht verstehe. Sie müssen immer alles zerstören. Egal was.
Danach berichten sie darüber. Komische Welt ist das. Sie sind die Normalen. Die die nicht geistig krank sind. Wie wir. Nach Aussage der NT. Dabei sind sie es, die krank sind. Die an einem unheilbaren Zerstörungs-Syndrom leiden. Nicht alle. Aber doch immer mehr.
Heute wurde in eine Tageszeitung in der Schweiz zur Bewaffnung des Volkes aufgerufen. So was ist doch krank. Nicht?
Ich weiss, das Thema ist leid. Aber es nun mal ein Teil der Realität die mich umgibt. Ich mache mir sehr viele Gedanken dazu. Denn, es lässt mich nicht kalt, was die NT so treiben. Denn ich leben eben in dieser Welt. Wenn meistens auch nur mit meinem Körper, aber nicht im Geiste. Aber dennoch habe ich eben einen Bezug dazu.
Ich frage mich, wieso die Medien immer und immer wieder die Wahrheit verdrehen. Sie beginnen eine Hetzjagd. Gegen Menschen. Religionen. Sie machen sie verbal nieder. Fragen sich dann, wenn wieder was passiert. Ich denke, einem Autisten würde so was nicht in den Sinn kommen.
Denn das würde eine Änderung bedeuten. Kommunikation. Nein, das muss nicht sein. Auch ist es nicht logisch, Gewalt anzuwenden. Ich frage mich oft, wieso die NT nicht einfach damit aufhören. Vielleicht, weil sie nicht können. Weil sie eben so sind. Sicher, nicht alle. Das ist mir auch klar. Aber es sind doch immer mehr. Nicht nur physisch, sondern auch mit Worten. Thema Shit-Storm. Eine Erfindung der NT. Die machen einfach jeden nieder, der nicht so ist wie sie. Der nicht so denkt wie sie.
Was sollen wir, die wir anders sind davon halten? Wie lange dauert es noch, bis sie auf uns losgehen? Verbal? Ich hoffe, dass das nie passiert.
Das ist auch der Grund, wieso ich mich für uns einsetze. Durch meinen Blog, das Buch, aber auch, dadurch, das ich immer mal wieder in einer Zeitung erscheine. Ich will, dass die Menschen, die Medien, ein anderes Bild von uns kriegen. Eben das, das wir auch, wie sie, Menschen sind. Das auch wir ein Recht auf Leben in dieser Gesellschaft haben. In der Gesellschaft und nicht am Rande. Da wo sie uns gerne haben. Uns die wir in ihren Augen behindert sind, weil wir nicht so sind wie sie.
Dabei bin ich froh, gehöre ich nicht zu denen. Sondern zu den Autisten. Auch wenn dies mein Leben nicht immer einfach macht, so würde ich nicht tauschen wollen.
Schlussendlich denke, ich das die Medien irgendwann mal wieder umdenken sollten. Das sie den Menschen zeigen sollten, das es mehr gibt als immer nur Tod und Terror. Das das Leben auch schön sein kann. Aber eben, das wollen die Menschen nicht sehe. Ich aber schon. Nicht um die Augen vor der Realität zu verschliessen, sondern um zu sehen, das die NT nicht nur schlecht, sondern eben auch gut sind. Was die meisten ja sind. Nur, die Medien verbreiten ein anderes Bild von sich. Ohne das sie wissen, das es Menschen gibt, die dies eben so wahrnehmen können. Die sehen was ein Art tun kann. Wozu sie fähig ist. Die meisten Menschen wissen nicht einmal das sie NT sind. Sie sind einfach die Normalen. Sie wissen nicht, das es uns Autisten gibt. Gut, in der heutigen Zeit mehr als vor 5 Jahren. Dies haben wir vielen Menschen zu verdanken, auch NT, die sich für uns einsetzen. Ohne all die Menschen die diese wunderbare Arbeit leisten, wären wir heute nicht da, wo wir sind. Langsam im Bewusstsein der Menschen. Aber eben langsam. Aber wir werden nicht aufgeben. Denn am Schluss soll es doch so sein, das wir einfach als Menschen und nicht mehr als Autisten wahrgenommen werden.
Das, so denke ich, wird immer eine Vision bleiben. Aber dafür ist sie ja da, die Vision. Und ich denke, das die Medien uns helfen könnten. Denn es gibt immer wieder Journalisten die über uns bereichten wollen. Die sich für uns interessieren. Wenige, aber es gibt sie. Daher denke ich, das trotz allem Schlechten was die Medien verbreiten, man ihnen auch die Chance geben muss, uns zu helfen und über uns berichten. Bereit bin ich dafür. Getan habe ich dies schon mehrere Male. Und werde es auch weiterhin tun.